Nach Kraftwerk-Besetzung am Dienstag: Aktivisten mit neuer Protest-Aktion auf Datteln 4

Klimaprotest

Bereits am Dienstag hatten Umweltaktivisten das umstrittene Kohlekraftwerk Datteln 4 besetzt. Am Mittwoch (26. Februar) haben sie den Protest mit einer neuen Aktion fortgesetzt.

Datteln

26.02.2020, 10:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Protest gegen das Kohlekraftwerk Datteln 4 ging am Mittwoch (26. Februar) weiter.

Der Protest gegen das Kohlekraftwerk Datteln 4 ging am Mittwoch (26. Februar) weiter. © dpa

Kohlegegner haben am Mittwochmorgen unter anderem den Spruch „Kohle zerstört unsere Zukunft“ auf den Kühlturm des Kohlekraftwerks Datteln 4 projiziert. Damit protestiere man gegen die für diesen Sommer geplante Inbetriebnahme des Steinkohlemeilers, teilte Greenpeace mit. Zudem wurden eine in Flammen stehende Erdkugel und andere Bilder auf den Kühlturm projiziert.

Bereits am Dienstag hatten Kohlegegner Teile der Anlage besetzt. Sie wurden mit Kränen von der Kohle-Förderanlage geholt und in Polizeigewahrsam genommen. Das Steinkohlekraftwerk Datteln 4 soll entgegen einer Empfehlung der Kohlekommission im Sommer ans Stromnetz gehen. Derzeit läuft es zeitweise im Probebetrieb.

Uniper will übrige Steinkohlekraftwerke bis Ende 2025 abschalten

Die Folgen des Anschaltens von Datteln 4 sind umstritten. Bundesregierung und NRW-Landesregierung betonen, dass im Gegenzug ältere Steinkohlekraftwerke abgeschaltet werden sollen. Dadurch würden die zusätzlichen Kohlendioxidemissionen von Datteln 4 kompensiert.

Dem widersprechen Umweltverbände. Der billige Strom aus Datteln werde umweltfreundlichere Alternativen vom Markt drängen, befürchten sie. Der Kraftwerksbetreiber Uniper hatte angekündigt, bis Ende 2025 seine übrigen Steinkohlekraftwerke abzuschalten.

dpa

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