Private Feiern in Werne wieder erlaubt: Kontrollen sind nur bedingt möglich

dzNeue Lockerungen in Corona-Krise

Weitere Lockerungen ab Montag: Bald sind private Feiern mit bis zu 50 Personen erlaubt. Wie können die Regeln kontrolliert werden? Das geht nur bedingt, heißt es aus dem Ordnungsamt Werne.

Werne

, 14.06.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Meine Mutter möchte ihren 80. Geburtstag mit 20 Personen im Garten feiern. Ist das möglich?“ Anfragen dieser Art beantworten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Werne regelmäßig. Mit jeder Neuverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen in der Corona-Krise nehmen diese zu, wie Kordula Mertens, Leiterin des Ordnungsamtes der Stadt Werne, erklärt.

Ab Montag, 15. Juni, gibt es wieder neue Regeln im Umgang mit der Corona-Krise. Private Feiern wie etwa Hochzeiten oder Beerdigungskaffees sind bis 50 Personen wieder erlaubt. Doch wie werden die neuen Regeln in Werne kontrolliert?

Kontrollen in Werne stark reduziert

Klar ist, dass die Kontrollen im öffentlichen Bereich schrittweise reduziert wurden. Vor allem am Anfang der strikten Regeln haben die Mitarbeiter des Ordnungsamtes verstärkt das Kontaktverbot überprüft. Nun dürfen sich maximal zehn Personen in der Öffentlichkeit treffen. An Feiertagen wie am 1. Mai oder an Pfingsten habe man diese Regeln verstärkt kontrolliert, so Mertens. Generell seien die Kontrollen mittlerweile aber stark reduziert worden.

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Ab Montag dürfen wieder private Feiern stattfinden. Hier könne das Ordnungsamt nur kontrollieren, wenn es eine Beschwerde etwa im Zusammenhang mit Lärmbelästigung gebe. „Allgemein herrscht aber eine sehr hohe Akzeptanz zu den Regeln im privaten und öffentlichen Bereich. Es ist schon so, dass die Bürger nichts falsch machen möchten“, erzählt Mertens.

Deshalb haken sie im Zweifel immer wieder im Ordnungsamt der Stadt nach, wenn es neue Verordnungen gibt. Neben Fragen für Gewerbetreibende („Darf ist das Tattoo-Studio wieder öffnen?“ werden aber auch private Angelegenheiten („Darf ich jetzt in die Türkei fliegen?“) beim Ordnungsamt geklärt.

33 Verstöße zum Kontaktverbot

Die Werner Bürger verhalten sich in den meisten Fällen besonnen. Wer doch einmal ohne Mund-Nasenschutz-Maske erwischt wird, wird ermahnt. Bislang half die persönliche Ansprache, wie Kordula Mertens erklärt. Ein Bußgeld musste hier noch nicht verhängt werden. Gegen das Kontaktverbot - zunächst durften sich nur zwei Personen in der Öffentlichkeit treffen - zählte die Stadt 33 Verstöße, bei denen ein Bußgeld-Verfahren eingeleitet werden musste.

Ob die ab Montag geltenden Regeln, die auch eine neue Anzahl an Kunden in Geschäften beinhaltet, eingehalten werden, werden die Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrollieren. Nun etwa kümmern sich zehn Mitarbeiter darum. Anfangs habe man mit bis zu 50 Kollegen die Corona-Bestimmungen in Werne überprüft, so Mertens. Mit weiteren Lockerungen werden diese aber wieder zurückgefahren.

Nur noch die Schausteller hadern

„Insgesamt kann man sagen, dass jetzt alles recht weit gelockert ist. Die einzigen, die noch hadern, sind die Schausteller“, sagt Mertens. Für Sim-Jü laufen die Planungen derweil weiter. Ob die traditionelle Kirmes Ende Oktober in der Werner Innenstadt stattfinden kann, ist immer noch fraglich. Bis mindestens zum 31. August sind Großveranstaltungen wie Volksfeste verboten. Welche Regelung danach gilt, ist ungewiss und stets abhängig von der weiteren Entwicklung der Infizierten-Zahlen.

„Wir haben alles in der Schublade. Es wird nicht daran scheitern, dass wir nicht vorbereitet sind“, erklärt Kordula Mertens. Mit den Schaustellern, die ihre Zusage für Sim-Jü schon längst gegeben haben, habe man die Verträge entsprechend so formuliert, dass man je nach Corona-Bestimmung kurzfristig über die Kirmes entscheiden muss.

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