Pornografische Bilder an Mädchen geschickt: Ermittlungen

Gegen einen als rückfallgefährdet geltenden Sexualstraftäter in Meschede, in dessen Wohnung eine 14-Jährige aus Bochum entdeckt wurde, wird wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern ermittelt. Er soll der Jugendlichen pornografische Bilder geschickt haben, als sie noch 13 Jahre war, wie ein Sprecher der Polizei des Hochsauerlandkreises am Dienstag mitteilte. Zuvor hatte „Bild“ darüber berichtet.

18.08.2020, 12:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die 14-Jährige war am frühen Freitagmorgen in der Wohnung des Mannes in Meschede entdeckt worden. Nach ersten Ermittlungen war es in der Nacht zuvor nicht zu Straftaten gekommen. Die Jugendliche war von ihrer Mutter am Donnerstagabend als vermisst gemeldet worden. Der Mann kam in Haft.

Den bisherigen Ermittlungen zufolge hatten die beiden bereits seit mehreren Wochen regelmäßigen Kontakt über soziale Medien. Die Polizei geht nach Angaben des Sprechers davon aus, dass das Mädchen aus Bochum freiwillig mit Bus und Bahn ins Sauerland gefahren war.

Bei dem Polizeieinsatz in der Wohnung des Mannes fanden die Beamten auch Schnaps und Drogenutensilien. Geprüft werde nun, ob er gegen ein bestehendes Alkohol- und Drogenverbot verstoßen habe.

Der 36-Jährige ist den Angaben zufolge Teilnehmer eines KURS genannten Programms, mit dem verhindert werden soll, dass Sexualstraftäter nach ihrer Haftentlassung in die Anonymität abtauchen und erneut Sexualstraftaten begehen. Nach Angaben des Landeskriminalamtes befinden sich in NRW im Schnitt rund 1000 Personen zeitgleich in dem Programm.

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