Polizist schießt in Krankenhaus Angreifer ins Bein

Ein Polizist hat in einem Duisburger Krankenhaus einem 42-Jährigen ins Bein geschossen, weil dieser mit zwei abgebrochenen Glasflaschen auf die Beamten losgegangen sein soll. Zuvor hätten die beiden Polizisten erfolglos versucht, den Angreifer mit mehrfachen Ansprachen und dann auch Reizgas zu stoppen, teilte die Duisburger Polizei am Dienstag mit. Der 42-Jährige sei durch den Schuss nicht lebensgefährlich verletzt und sofort behandelt worden. Die Beamten und das Krankenhauspersonal blieben unverletzt.

18.08.2020, 15:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

Der 42-Jährige soll am Montagnachmittag zunächst in einer Fußgängerzone mit abgebrochenen Glasflaschen auf einen 47-Jährigen eingestochen und ihn am Kopf verletzt haben. Das Motiv für die Attacke war zunächst unklar. Zwei Zeugen überwältigten den Mann und riefen die Polizei. Neben dem Opfer sei auch der 42-Jährige verletzt ins Krankenhaus gekommen.

Bei der Bewachung des Mannes in der Klinik ging dieser dann nach Polizeiangaben auf die beiden Beamten los, woraufhin der 31 Jahre alte Polizist geschossen habe. Aus Neutralitätsgründen übernahm die Düsseldorfer Polizei die Ermittlungen zu dem Vorfall.

Wegen des Angriffs am Nachmittag auf den 47-Jährigen ermittelt die Duisburger Polizei. Sie richtete eine Mordkommission ein. Der 42-Jährige sollte am Dienstag wegen versuchten Mordes dem Haftrichter vorgeführt werden.

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