Positive Bilanz nach stärkerer Polizeipräsenz in Großstädten

Weil Discos und Clubs zu sind, wird in diesem Sommer viel auf der Straße gefeiert. Um Krawalle zu verhindern, waren in den NRW-Großstädten mehr Polizisten auf der Straße. Offensichtlich mit Erfolg.

25.07.2020, 13:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach den Feiern mit anschließenden Krawallen in nordrhein-westfälischen Großstädten hat die Polizei am Wochenende mehr Präsenz gezeigt, um für Ruhe zu sorgen. In der Millionenstadt Köln war zusätzlich eine Hundertschaft im Einsatz. Auch wenn viele Menschen auf den Straßen waren, habe das Konzept aus frühzeitiger Ansprache und Einschreiten sehr gut funktioniert, sagte eine Sprecherin. Gemeinsam mit dem Ordnungsamt hätten die Beamten die Menschen auf die Corona-Schutzverordnung hingewiesen. Insgesamt seien an dem Wochenende rund 440 Menschen kontrolliert und rund 210 Platzverweise erteilt worden.

Zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung war es jedoch in der Nacht zu Sonntag gekommen. Ein 18-Jähriger habe einem 45-Jährigen nach einer verbalen Auseinandersetzung gegen den Kopf getreten und mit einem spitzen Gegenstand am Rücken verletzt, teilte die Polizei mit. Der 45-Jährige wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die Hintergründe waren zunächst unklar.

In der Nacht zu Samstag musste die Polizei außerdem der Stadt Köln bei der Räumung eines Straßenabschnitts helfen. Wie eine Stadtsprecherin berichtete, hatten sich dort am frühen Morgen nach der Schließung von Gaststätten-Außenbereichen „zu viele“ Menschen aufgehalten. Nachdem Lautsprecher-Durchsagen erfolglos geblieben seien, habe man mit Hilfe der Polizei den Abschnitt geräumt. Von Anzeigen wurde zunächst nichts bekannt.

Die Kölner Polizei hatte bereits am Donnerstag ein konsequentes Einschreiten gegen Störer angekündigt. „Wir sind keine Spaßverderber, aber wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit Konsequenzen rechnen“, so Polizeipräsident Uwe Jacob.

Auch in anderen Großstädten in NRW war mehr Polizei unterwegs. So wurden in Bonn am Wochenende 234 Personen überprüft. Laut Polizei standen dabei besonders Gruppen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen an den Rheinufern im Fokus.

In Düsseldorf sprach die Polizei am Wochenende insgesamt rund 100 Platzverweise aus. „Wir wollen signalisieren, dass wir die Situation frühzeitig um Blick haben und es keinen Sinn macht, Randale zu veranstalten“, so ein Sprecher der Polizei Düsseldorf.

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