Polizei löst nicht genehmigte Corona-Demo in Duisburg auf

Die Polizei hat in Duisburg eine nicht genehmigte Demonstration gegen die Corona-Politik von rund 40 Menschen aufgelöst. Die Versammlung war von der Stadt ursprünglich aus Gründen des Infektionsschutzes verboten worden, das zuständige Verwaltungsgericht hatte das Verbot bestätigt. Dennoch versammelten sich am Sonntag gegen Mittag rund 40 Erwachsene - darunter auch der Anmelder der untersagten Demonstration - und zwei Minderjährige am Duisburger Zoo, wie die Polizei berichtete. Im Verlauf zeigten Teilnehmer den Angaben zufolge unter anderem ein Plakat mit der Aufschrift „Gegen Corona-Impfungen“ und verstießen gegen die geltenden Corona-Regeln, etwa beim Halten von Abstand oder beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

22.11.2020, 17:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen dessen Blaulicht aktiviert ist. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Ein Polizist steht im Regen vor einem Streifenwagen dessen Blaulicht aktiviert ist. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Polizei erteilte der Versammlung eine Verbotsverfügung. Auch das Ordnungsamt als zuständige Behörde für den Infektionsschutz verbot sie. Nach „mehrfachen Aufforderungen“ seien die Teilnehmer den Platzverweisen schließlich nachgekommen. Ergebnis: Insgesamt wurden laut Polizei 24 Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, 24 Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung, eine Strafanzeige wegen Beleidigung sowie eine Anzeige wegen Sachbeschädigung an dem Auto eines Pressevertreters verfasst.

In Nordrhein-Westfalen war es am Wochenende auch zu mehreren genehmigten Demonstrationen mit Bezug zur Corona-Politik gekommen. Eine größere fand in Bochum statt. An der von der Initiative „Querdenken 234 Bochum“ angemeldeten Veranstaltung beteiligten sich nach Polizeiangaben bis zu 500 Menschen. Die Lage wurde als friedlich beschrieben.

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