Politikexperte nach Stichwahl: Laschet kann sich „sonnen“

Für NRW-Ministerpräsident und CDU-Landeschef Armin Laschet kann das Ergebnis der Kommunalwahlen nach Einschätzung eines Politikexperten Auftrieb bedeuten. Er könne sich „sonnen“ angesichts einiger Stichwahl-Ergebnisses wie dem Sieg der CDU in Düsseldorf am Sonntag, sagte Parteien-Kenner Martin Florack am Montag im „Morgenecho“ auf WDR 5. Zudem sei die CDU vor zwei Wochen stärkste Kraft in Nordrhein-Westfalen geblieben. Laschet werde „sehr gut damit leben können und versuchen, das einzubringen.“ Laschet bewirbt sich um den CDU-Bundesvorsitz und gilt als möglicher Kanzlerkandidat.

28.09.2020, 08:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen, spricht. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen, spricht. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild

Die einheitliche Botschaft der Kommunalwahlen in NRW laute, dass es keine Einheitlichkeit in NRW gebe, meinte Florack. Die Grünen seien „fast chronisch stark“, konnten dem Experten zufolge davon profitieren, dass ihre Themen wie Verkehrswende und Klimaschutz Konjunktur haben. Die bundespolitische Stärke der Grünen habe auch auf kommunaler Ebene geholfen. Der Mitgliederzuwachs habe es zudem der Partei ermöglicht, neue Netzwerke vor Ort zu schaffen und problemlos die Kandidatenlisten zu füllen. Für die SPD habe sich gezeigt, dass man erfolgreich auch gegen bundes- und landespolitische Trends sein könne, wenn man über „gute und interessante“ Personen in den Kommunen verfüge.

CDU und SPD hatten bei den OB-Stichwahlen in NRW am Sonntag sowohl Siege als auch Niederlagen verbucht. Die großen Gewinner sind die Grünen, die erstmals die Spitzenposten in den Rathäusern von Bonn, Aachen und Wuppertal eroberten. In Köln behauptete sich die von Grünen und CDU unterstützte parteilose Politikerin Henriette Reker. Die SPD verteidigte ihre Herzkammer Dortmund, Thomas Westphal eroberte dort den Chefsessel im Rathaus. Die CDU gewann in Düsseldorf den OB-Posten zurück.

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