Politbarometer: Laschet bei der Kanzlerfrage hinter Söder

Die meisten Bürger trauen dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU laut repräsentativer Umfrage das Kanzleramt nicht zu. Nicht einmal jeder fünfte Befragte hält ihn für geeignet. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten ZDF-„Politbarometer“ hervor.

10.07.2020, 16:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Armin Laschet (CDU) gestikuliert bei einer Pressekonferenz. Foto: John Macdougall/POOL/dpa/Archivbild

Armin Laschet (CDU) gestikuliert bei einer Pressekonferenz. Foto: John Macdougall/POOL/dpa/Archivbild

Nach mehreren Monaten Corona-Krisenmanagement hat demnach der bayerische Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) am meisten überzeugt. Der hat zwar offiziell gar kein Interesse bekundet, nach Angela Merkel (CDU) Kanzler zu werden, dennoch halten 64 Prozent der Bürger - also fast zwei Drittel - den CSU-Chef für geeignet.

Im März waren nur 30 Prozent dieser Meinung, 51 Prozent hatten ihm die Eignung damals abgesprochen. Unter den Unionsanhängern glauben demnach nun sogar 78 Prozent, dass er das Zeug zum Bundeskanzler hat.

Damit liegt Söder deutlich vor den drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz. Den Wirtschaftsexperten Friedrich Merz sähen 31 Prozent gerne im Kanzleramt. Laschet landet mit 19 Prozent weit abgeschlagen hinter dem Mann ohne Amt und Mandat und kann nur den Außenpolitiker Norbert Röttgen überrunden, den nur 14 Prozent auf Deutschlands Chefsessel sehen. Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) ist in den Augen von 48 Prozent der Befragten geeignet für das Amt des Bundeskanzlers.

Auch bei der Beurteilung nach Sympathie und Leistung steht Bayerns Regierungschef gut da. Auf der Skala von minus 5 bis plus 5 landet er hinter der Spitzenreiterin, Kanzlerin Angela Merkel (CDU, 2,7) mit 2,0 auf dem zweiten Platz.

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, läge dem „Politbarometer“ zufolge die Union mit 39 Prozent klar vorn, gefolgt von den Grünen mit 20 Prozent. Die SPD liegt mit 15 Prozent weiter auf Platz drei, gefolgt von AfD (9 Prozent), Linke (7 Prozent) und Schlusslicht FDP (5 Prozent).

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