Pinkwart: 93 Prozent der Schulen mit Gigabit-Netz versorgt

Mindestens 93 Prozent der Schulen in Nordrhein-Westfalen sind mittlerweile ans schnelle, gigabit-fähige Internet angeschlossen oder werden das bald. „Der Ausbau der digitalen Infrastruktur kommt voran“, sagte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Freitag bei einer Zwischenbilanz der Digitalstrategie des Landes in Düsseldorf. Ende 2018 galt das für lediglich 59 Prozent der 5400 Schulen. Bei den 3900 Gewerbegebieten in NRW hatten im ersten Quartal des laufenden Jahres 68 Prozent Anschluss ans Gigabit-Netz oder befanden sich im Ausbau. Hier waren es im Jahr zuvor gerade einmal 37 Prozent.

17.07.2020, 12:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Opposition geht das nicht schnell genug: „Erschreckend ist zu sehen, dass diese Landesregierung selbst ihre wenigen konkreten Ziele verfehlt. Laut der von ihr aufgestellten Digitalstrategie sollen bis Ende 2020 60 Prozent der Schulen und 37 Prozent aller Gewerbegebiete über einen Glasfaseranschluss verfügen“, kritisierte die Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag, Christina Kampmann. Dass die noch im Ausbau befindlichen Netze rechtzeitig bis Jahresende fertiggestellt werden, hält die Fraktion für unrealistisch.

Bis Ende 2022 sollen alle Schulen und Gewerbegebiete des Landes mit Gigabit-Geschwindigkeiten versorgt sein. Private Haushalte sollen - im Rahmen einer bundesweiten Strategie - bis 2025 vollständig angeschlossen sein. Aktuell könne in NRW rund jeder zweite Haushalt auf mindestens ein Gigabit Netzgeschwindigkeit zurückgreifen, erklärte Pinkwart. Gut drei Viertel der Haushalte seien aktuell mit mindestens 400 Megabit versorgt.

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