Pflege-Betreiber von Lockerungen auch in Gütersloh irritiert

Ein Betreiber von Pflegeeinrichtungen in den Kreisen Gütersloh und Warendorf ist nach eigenen Angaben irritiert von den Vorgaben des Landes. Dabei geht es um die jüngst veröffentlichte Allgemeinverfügung des NRW-Gesundheitsministeriums. Sie sehe trotz des Shutdowns in den beiden Kreisen Lockerungen von Besuchsregeln vor, erklärte das Evangelische Johanneswerk.

26.06.2020, 09:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ortsschild am Ortsausgang von Gütersloh. Foto: David Inderlied/dpa/Archivbild

Ortsschild am Ortsausgang von Gütersloh. Foto: David Inderlied/dpa/Archivbild

„Es ist kaum nachvollziehbar, dass Risiken für Kinder, Schüler und Urlauber in den Kreisen Gütersloh und Warendorf schnell erkannt und entsprechend behandelt werden, während Schutzmaßnahmen für Risikogruppen in stationären Pflegeeinrichtungen aufgehoben werden“, kritisierte der stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung, Bodo de Vries. Man begrüße die neue Verfügung. Aber es sei unverständlich, warum die Maßnahmen auch in Gütersloh und Warendorf umgesetzt werden sollten.

Das Johanneswerk betreibt in den Kreisen nach eigenen Angaben fünf stationäre Pflegeeinrichtungen. Die Verfügung des Gesundheitsministeriums erlaubt unter anderem wieder körperlichen Kontakt in Pflegeheimen. Vom 1. Juli an können Bewohnerinnen und Bewohner zudem wieder Besuch in ihren Zimmern empfangen.

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