Pfarrer und Presbyterium: Neue Wege und Angebote bei den Gottesdiensten in Lünen

Evangelische Kirchengemeinde Lünen

Gut 12.600 Menschen gehören zur Ev. Kirchengemeinde Lünen. Für sie gibt es ein neues Gottesdienst-Angebot. Es geht um Vielfalt für unterschiedliche Menschen. Ein Gottesdienstort fällt weg.

Lünen

, 30.11.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Pfarrer Richard Zastrow, derzeit Vorsitzender des Presbyteriums, stellt die verschiedenen Gottesdienst-Angebote vor.

Pfarrer Richard Zastrow, derzeit Vorsitzender des Presbyteriums, stellt die verschiedenen Gottesdienst-Angebote vor. © Beate Rottgardt

Die Zahl der Menschen, die der Evangelischen Kirchengemeinde Lünen angehören, sinkt. Dennoch sehen die Pfarrer und das Presbyterium Chancen, mehr Menschen mit ihrem Angebot zu erreichen. „Unser Hauptziel ist ein breites und vielfältiges Gottesdienst-Angebot für ganz unterschiedliche Menschen zu unterschiedlichen Zeiten“, sagt Pfarrer Richard Zastrow, derzeit Vorsitzender des Presbyteriums. Zudem sei es wichtig, die Ressourcen der Seelsorger entsprechend einzusetzen.

Gottesdienst in Alstedde entfällt

Bei den Gottesdiensten am Wochenende ändert sich ab Sonntag (1.12.) einiges. Für Gemeindeglieder aus Paul-Gerhardt in Alstedde gibt es jeden ersten und dritten Sonntag im Monat einen Fahrdienst zur St.-Norbert-Kirche in Nordlünen, die die evangelischen Christen seit vielen Jahren mit nutzen können. „Darüber sind wir sehr froh“, so Zastrow. Treffpunkt für den Fahrdienst ist um 9 Uhr am Paul-Gerhardt-Gemeindehaus. Dann geht es zum evangelischen 9.30-Uhr-Gottesdienst nach St. Norbert. Der bisherige Sonntagsgottesdienst in Alstedde entfällt.

Evangelische Kirchengemeinde Lünen

Mehr Taufen als Trauungen

  • Etwa 12.600 Gemeindeglieder gehörten zur Evangelischen Kirchengemeinde Lünen, die Lünen-Mitte, die nördlichen Stadtteile und Cappenberg umfasst.
  • In diesem Jahr gab es 16 kirchliche Trauungen in der Gemeinde.
  • Bei den Taufen gab es jedoch höhere Zahlen: 85 Taufen fanden statt.
  • 146 Beerdigungen begleiteten die Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde.

Ab der Adventszeit beginnt der alle 14 Tage stattfindende Gottesdienst im Gemeindehaus Cappenberg um 11 Uhr. Samstags findet einmal monatlich um 18 Uhr ein Gottesdienst im Johanneshaus in Wethmar statt - immer am zweiten Wochenende im Monat. Zastrow: „Es gibt Leute, die tatsächlich nur zu den Samstags-Gottesdiensten kommen.“

Sonntags feiert die Gemeinde einen Gottesdienst im Johanneshaus um 11 Uhr - aber nicht am zweiten und am letzten Sonntag im Monat. „Wenn es in einem Monat einen fünften Sonntag gibt, dann ist am vierten Sonntag Gottesdienst, aber eben am 5. Sonntag nicht.“

In der Regel findet jeden Sonntag um 9.30 Uhr ein Gottesdienst in der St. Norbert-Kirche statt und um 11 Uhr ein oft besonders gestalteter Gottesdienst in der Stadtkirche.

Gottesdienste zu besonderen Anlässen

Gottesdienste zu Erntedank, zum Ewigkeitssonntag, Ostern, Heiligabend und Silvester finden an verschiedenen Orten statt. Es gibt aber auch zentrale Gottesdienste für die Gemeinde (meist in der Stadtkirche) - zu Pfingsten, am Reformationstag, am 1. und 2. Weihnachtstag, zur Himmelfahrtskirmes, an Neujahr und im Januar zum „Lied des Jahres“.

Es gibt schon längst nicht nur an den Wochenenden Gottesdienste, sondern auch unter der Woche Angebote für bestimmte Zielgruppen.

Das fängt bei den Kindern an. Hier gibt es den KinderKirchenMorgen im Johanneshaus in Wethmar, die MiniKirche in Alstedde und regelmäßige Kinder-Bibelwochen. Außerdem feiern die Pfarrer auch Gottesdienste in Kitas sowie in den Grund- und weiterführenden Schulen.

Neuer Gottesdienst für junge Menschen geplant

Zudem gibt es Gottesdienste für die Konfirmanden, mit Familien und besonders gestaltete Taufgottesdienste monatlich an einem Samstagmittag oder bei bestimmten Anlässen wie dem Feriengottesdienst „Kirche auf Sendung“.

Aber auch in Altenheimen wie dem Coldinne-Stift, dem Caritas-Altenzentrum St. Norbert oder dem Seniorenhaus Wethmar Mark feiern die Pfarrer Gottesdienste.

Für Jugendliche gab es fast 20 Jahre lang den „Go now Gottesdienst“, dessen Konzept sich aber offenbar mittlerweile überholt hat. Deshalb arbeiten Pfarrer Udo Kytzia, die Jugendmitarbeiter Dirk Berger und Esther van Hal und Ehrenamtliche an einem neuen Format. „KreuzWeise“ feiert Premiere am Freitag, 17.1., um 18 Uhr im Kindersaal der Stadt-Insel, Friedrichstr. 65b.

Auch die Möglichkeit, sich auf sich und seine Gedanken zu besinnen, gibt es. Bei einem Orgelkonzert freitags um 11.45 Uhr in der Stadtkirche und nach dem Glockenläuten um 12 Uhr zu einer Besinnung mit einem Text.

Jeden Mittwoch um 8 Uhr gibt es ein Gebet und eine kleine Besinnung im Chorraum der Stadtkirche.

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