Per Liveübertragung: Corona-Expertise aus Uniklinik

Die 200 Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen können bei der intensivmedizinischen Behandlung von Corona-Patienten künftig die Expertise der Unikliniken Aachen und Münster in Anspruch nehmen. Bei dem am Montag gestarteten Projekt „Virtuelles Krankenhaus“ haben Mediziner durch den Einsatz der Tele-Intensivmedizin per Liveübertragung die Möglichkeit, die weitere Behandlung von Schwerkranken mit Experten in den Unikliniken zu besprechen.

30.03.2020, 14:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die exzellente Kenntnis in den Unikliniken könne auf diesem Weg bis in jedes Krankenhaus wirken, das diese Expertise nicht habe, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in Aachen. „Das ist unser Mittel, die Kapazitäten zu verdoppeln, damit jeder, der Intensivmedizin braucht, sie auch bekommt“, sagte Laschet.

Durch den Rückgriff auf das Wissen in den Unikliniken Aachen und Münster soll die Zahl der Intensivbetten mit angemessener medizinischer Expertise gesteigert werden. Die Behandlung schwer kranker Corona-Patienten gilt als sehr komplex.

Zur Demonstration baute das Aachener Klinikum mit Bild und Ton eine Verbindung zu Ärzten in der Visite bei einem Corona-Patienten in einem Dürener Krankenhaus auf. „Da wünschen wir Ihnen alles Gute, dass sie da bald wieder raus können“, wünschte Laschet mit Mundschutz dem Patienten nach einem kurzen Gespräch über Kamera und Mikrofon.

Das Aachener Klinikum arbeitet nach eigenen Angaben seit acht Jahren in der Intensivmedizin mit der Telemedizin und hat auch Münster mit ins Boot geholt. Beide Häuser waren den Angaben nach bis dahin mit 17 Kliniken vernetzt.

Weitere Meldungen