Unfallflucht oder nicht auf dem Parkplatz bei Amazon in Werne?

dzBeim Einparken

Hat der Unfallverursacher nun von dem Schaden etwas mitbekommen oder nicht? Darum ging es in diesem Verfahren um Unfallflucht gegen einen 43-jährigen Werner.

von Sylvia Mönnig

Werne

, 29.10.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bei dem Versuch, in eine enge Parklücke zu fahren, geschah einem 43-Jährigen in Werne offenbar ein Missgeschick. Er stieß gegen einen anderen Wagen. Danach stellte er sein Auto an anderer Stelle ab – und ging. Das hatte Folgen.

Laut Anklage ereignete sich der Unfall am 11. Dezember auf einem Parkplatz an der Amazonstraße, die auf das Gelände des Logistikzentrums führt. Ein Zeuge hörte ein Krachen, sah dann, wie der 43-Jährige den Rückwärtsgang einlegte und woanders parkte. Der Beobachter registrierte Schäden an dem anderen Pkw und meldete das Ganze.

„Ich habe gar nichts gemerkt.“

„Ich habe gar nichts gemerkt“, beteuerte der 43-Jährige jetzt, als er wegen Unfallflucht vor dem Amtsgericht Lünen stand. Und woanders geparkt habe er nur, weil er gemerkt habe, dass die erste Lücke zu eng gewesen sei. Die geschädigte Autobesitzerin sprach von ein paar Kratzern und ein anderer Zeuge erklärte, dass es sich um geringe Schäden gehandelt habe.

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Das Gericht hätte nun die Einholung eines Gutachtens zur Wahrnehmbarkeit der Kollision anordnen können. Mit Blick auf den geringen Schaden, der bereits beglichen wurde, und in Anbetracht der Tatsache, dass der Angeklagte zuvor nie negativ auffiel, wurde jedoch entschieden, sein Verfahren ohne Auflagen einzustellen Rat der Richterin: „Immer schön vorsichtig sein. Im Zweifel die Polizei einmal mehr rufen.“

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