Verzicht auf Parkgebühren kostet Stadt Lünen pro Woche 16.000 Euro

Corona-Krise

In der Corona-Krise verzichtet die Stadt Lünen auch weiterhin auf die Erhebung von Parkgebühren. Das hat gute Gründe - ist für die Stadt aber auch nicht ganz billig.

Lünen

, 27.06.2020, 20:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Parkscheibe statt Parkschein - dabei wird es in Lünen bis Ende September bleiben.

Parkscheibe statt Parkschein - dabei wird es in Lünen bis Ende September bleiben. © vom Hofe

Der Rat hat am Donnerstag (25.6.) mehrheitlich - gegen die Stimmen der Grünen - beschlossen, dass die Stadt weiterhin und bis zum 30. September keine Parkgebühren auf den städtischen Parkplätzen erhebt. Danach entscheidet die Politik, wie es weiter geht.

Schon Mitte März hatte die Stadt aufgehört, den städtischen Parkraum zu bewirtschaften, wie es im Amtsdeutsch heißt. Damit sollen unter anderem Infektionen über die Parkscheinautomaten verhindert werden. Außerdem brauchte die Stadt ihr Kontrollpersonal an anderer Stelle. Auf den Parkplätzen galt stattdessen eine Parkscheibenpflicht.

Die finanziellen Folgen

Die Wirtschaftsförderung, hieß es in der Vorlage, sehe in dem Verzicht auf die Gebühren „in Zeiten der Corona-Pandemie einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Innenstadt und des lokalen Einzelhandels“.

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Das Ganze hat finanzielle Folgen. Die Erträge aus den Parkgebühren aus 2019 beliefen sich auf 830.000 Euro, das macht wöchentlich 16.000 Euro. Diese Einnahmen gehen der Stadt jetzt verloren - wobei nicht klar ist, ob die Nachfrage nach Parkplätzen in der Corona-Krise tatsächlich genau so groß ist wie im Vorjahr. Vor allem in den ersten Wochen der Krise ist davon auszugehen, dass die Nachfrage deutlich geringer war - da waren die meisten Geschäfte ja geschlossen. Das ist mittlerweile anders.

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