Kontrollen und Warnschilder an niederländischer Grenze

Der Osterurlaub in die Niederlande könnte schon an der Grenze beendet sein. Urlauber aus NRW sind dort im Moment nicht erwünscht. Die klare Botschaft unserer Nachbarn: Bleiben Sie bitte zu Hause!

09.04.2020, 15:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Unter Hinweis auf die Corona-Krise bemühen sich die Niederlande an etlichen Grenzübergängen, Deutsche von der Einreise abzuhalten, wenn sie dafür keine triftigen Gründe angeben können. „Wir sprechen mit den Menschen, fragen warum sie kommen und bitten sie umzukehren“, sagte ein Sprecher der niederländischen Grenzwacht am Donnerstag der Nachrichtenagentur ANP. „Es gilt aber noch immer kein Einreiseverbot.“ Daher verhänge man auch keine Bußen.

Unter anderem an den Übergängen Roermond und Vlodrop in der an Nordrhein-Westfalen grenzenden Provinz Limburg standen laut ANP viele Autos im Stau. Allerdings werde nicht an sämtlichen Übergängen kontrolliert. Besonders Deutsche, die im Grenzgebiet wohnen, würden gern zum Einkaufen oder zu Erholungsgebieten in die Niederlande fahren. Shopping-Touren oder Ausflüge seien jedoch keine Gründe, die anerkannt werden, erklärte die Sicherheitsbehörde von Limburg.

An einigen Grenzübergängen versuchen die niederländischen Behörden auch, Deutsche vor dem Osterwochenende mit Warnschildern von unnötigen Reisen in ihr Land abzuhalten. „Reise nicht notwendig? Bleiben Sie bitte zu Hause!“, heißt es auf Leuchttafeln, die an der Grenze zu Niedersachsen aufgestellt wurden.

Für Niederländer, die nach NRW kommen wollen, hat die Bundespolizei am Donnerstag wegen des erwarteten höheren Reiseverkehrs über Ostern mit der verstärkten Grenzüberwachung begonnen. Nach Angaben eines Polizeisprechers in St. Augustin werden dazu zusätzlich 200 Beamte eingesetzt. Sie kontrollieren, ob nach Deutschland Einreisende augenscheinlich krank sein könnten. Bei Anzeichen werde für weitere Entscheidungen das Gesundheitsamt eingeschaltet, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Aachen. Für die Maßnahmen würden zeitweise auch Kontrollstellen eingerichtet.

Niederländische Behörden hatten angekündigt, über Ostern den Tagestourismus ins „Heuvelland“ bei Aachen zu unterbinden. Die Region sollte von 9 bis 18 Uhr gesperrt sein. Im „Hügelland“ mit den schönen Aussichten und netten Kneipen sind auch deutsche Wanderer und Radfahrer sehr gerne unterwegs. Die Region will damit verhindern, dass große Menschengruppen zusammenkommen. Die Maßnahme sollte vorerst bis Mittwoch nach Ostern gelten.

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