Opfer gefoltert und getötet: Zwölf Jahre Haft

Nach dem qualvollen Tod eines 33-jährigen Mannes aus Recklinghausen ist der mutmaßliche Täter am Freitag zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter am Bochumer Landgericht haben keinen Zweifel, dass der 40 Jahre alte Angeklagte sein Opfer im April 2019 zunächst mit einer über hundert Grad heißen Glühbirne gefoltert und ihm anschließend mit dem Fuß einer Stehlampe den Schädel eingeschlagen hat. Hintergrund soll ein Streit um Drogen gewesen sein. Der Angeklagte selbst hatte die Tat bis zuletzt bestritten. Das Urteil lautet auf Totschlag.

11.09.2020, 17:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Die Statue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Hauptbeweismittel waren DNA-Spuren und Videos auf dem Handy des Angeklagten. Auf einem der Filme ist zu sehen und zu hören, wie das sterbende und gefesselte Opfer um sein Leben bettelt. Der Angeklagte hatte im Prozess behauptet, dass die Tat ein anderer ausgeführt haben müsse. Die Glühbirne war auf die Wange des Opfers gehalten worden und hatte Verbrennungen dritten Grades verursacht.

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