Ohne Maske ins Wahllokal? Das sagt die Stadt dazu

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Bürger sollen am 13. September auch ohne Mund-Nase-Bedeckung wählen dürfen. Die Stadt Lünen ist darauf vorbereitet – und hat eine Forderung an die Wähler.

Lünen

, 14.08.2020, 07:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Mittwoch (12. August) gibt es neue Corona-Regeln der Landesregierung. Bürger sollen bei der Kommunalwahl auch wählen dürfen, wenn sie keine Mund-Nase-Bedeckung tragen wollen. Fällt damit die Maskenpflicht bei der Kommunahlwahl in Lünen weg?

Stadt fordert Rücksicht und Verantwortungsbewusstsein

Wenn am 13. September gewählt wird, sollen die Kommunen durch „geeignete Maßnahmen sicherstellen, dass auch Personen, die gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung verstoßen, ihr Wahlrecht ausüben können“. So steht es in der neuen Version der Coronaschutzverordnung.

Die Stadt Lünen ist bereits darauf vorbereitet. „Wir arbeiten mit einer Maskenempfehlung, nicht mit einer Pflicht“, teilt Stadtsprecher Benedikt Spangardt auf Anfrage mit. „Das ist unter anderem deswegen möglich, weil wir in allen Wahllokalen räumlich dafür sorgen werden, dass die Mindestabstände eingehalten werden können.“

Zusätzlich fordere die Stadt aber alle Bürger nachdrücklich dazu auf, im Wahlraum eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. „Wer das tut, zeigt Rücksicht und Verantwortungsbewusstsein und schützt aktiv seine Mitmenschen“, so Spangardt.

Spuckschutz und Masken für Wahlhelfer

Dennoch werden auch Bürger, die sich weigern eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, ihr Wahlrecht ausüben können. Für diesen Fall werden Wähler und Wahlhelfer durch Spuckschutze voneinander getrennt sein. Die 600 Wahlhelfer werden zudem mit einer Mund-Nase-Bedeckung ausgestattet.

Zusätzliche Trennwände in den Wahlräumen sollen für weitere Sicherheit der Besucher sorgen. „In jedem Wahlraum wird es außerdem eine Einbahnstraßenregelung geben, um die Kontaktzeiten zu minimieren“, verrät Benedikt Spangardt.

Durch die reduzierte Zahl an Wahlbezirken sind nach Angaben der Stadt nun sämtliche Wahlräume groß genug für die geplanten Maßnahmen.

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Über 10.000 Stifte für die Wähler

Um auch in den Wahlkabinen für größtmögliche Hygiene zu sorgen, hatte die Stadt bereits angekündigt, Wahlkabinen und Wahlurnen aus Kunststoff anzuschaffen. Die ließen sich besser reinigen, als die bekannten Varianten aus Pappe.

Um die Wahlscheine mit Kreuzen versehen zu können, stehen jedem Wähler unbenutzte Stifte zur Verfügung. Für die Kommunalwahl hat die Stadt eine fünfstellige Anzahl der Schreibgeräte bestellt. Den benutzten Stift können die Wähler anschließend mit nach Hause nehmen.

Die Stadt empfiehlt ihren Bürgern allerdings, einfach einen eigenen Stift zur Wahl mitzubringen. Das kann ein Kugelschreiber, Faserstift, Filzstift, Tintenstifte und sogar ein Bleistift sein.

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