Nüßlein (CSU): Billigpreiswerbung für Fleisch muss aufhören

Angesichts problematischer Arbeitsbedingungen in Schlachtbetrieben dringt Unionsfraktionsvize Georg Nüßlein darauf, Werbung für Fleisch zu Billigpreisen zu unterbinden. „Wenn die Branche nicht zügig zu einer Selbstverpflichtung kommt, brauchen wir eine gesetzliche Vorgabe“, sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Wir müssen Fleisch endlich so wertschätzen, wie es dem Töten von Tieren angemessen wäre. Der wöchentliche Preiskampf der Supermärkte steht dem entgegen, ist unanständig und muss aufhören“.

20.06.2020, 09:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Georg Nüßlein (CSU) sitzt vor einem blauen Hintergrund. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild

Georg Nüßlein (CSU) sitzt vor einem blauen Hintergrund. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild

Der erneute Corona-Ausbruch zeige einmal mehr, wie hoch der Handlungsdruck mittlerweile ist, sagte Nüßlein mit Blick auf Hunderte infizierte Arbeiter in einem großen Schlachtbetrieb von Marktführer Tönnies. Er begrüßte, dass eine angekündigte Bundesratsinitiative der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen seine Forderung aufgreife, Ramschpreisen beim Fleisch einen Riegel vorzuschieben. „Der Preis sollte nicht mehr wesentliches Merkmal bei der Fleischwerbung sein“, sagte der CSU-Politiker. Er sei auch mit Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) im Gespräch, um dieses Thema nach vorne zu bringen.

Weitere Meldungen