NRW will keine Ausgehsperren im Alleingang verhängen

Nordrhein-Westfalen will im Kampf gegen die Corona-Pandemie keine Ausgehsperren für die Bevölkerung im Alleingang verhängen. Eine solche Maßnahme könne nicht ein Land alleine beschließen, sondern nur im Benehmen mit dem Bund und den anderen Bundesländern, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag in Düsseldorf. „Wir stehen bereit, sobald die Bundesregierung die Lage anders bewertet, aber das ist heute nicht der Fall.“

18.03.2020, 06:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Federico Gambarini/dpa

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Federico Gambarini/dpa

Familienminister Joachim Stamp (FDP) sagte auf die Frage nach Ausgehsperren: „Es wird über weitere Maßnahmen diskutiert, wenn die Bürger sich nicht an die Regeln halten, die notwendig sind. Alle müssen jetzt ihre Egos zurücknehmen.“

Deshalb habe nun auch eine grundsätzliche Schließung der Spiel- und Bolzplätze angeordnet werden müssen, obwohl die Landesregierung sich noch am Vortag dagegen ausgesprochen habe - falls sich die Eltern an die Vorschriften hielten. „Das ist nicht der Fall“, stellte Stamp fest. „Die Botschaft ist bei den Eltern immer noch nicht angekommen.“

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