NRW-Schulministerium: Keine Reisen in Corona-Risikogebiete

Das NRW-Schulministerium hat am Freitag landesweit alle Schulen angewiesen, alle Fahrten in vom Robert Koch-Institut benannte Corona-Risikogebiete abzusagen. Das gelte für Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustausche, teilte das Ministerium am Freitag mit. Die Ausbreitung des Coronavirus stelle die Schulen vor Herausforderungen, die nicht selten mit einer gewissen Verunsicherung einhergingen, stellte Ministerin Yvonne Gebauer (FDP) fest.

06.03.2020, 17:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) beantwortet während einer Pressekoferenz Fragen. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) beantwortet während einer Pressekoferenz Fragen. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

„Deshalb wollen wir den Schulleitungen, den Lehrkräften, aber auch den Schülerinnen, Schülern und ihren Eltern Sicherheit geben. Bei der Absage von Schulfahrten in Risikogebiete haben wir uns daher für eine landesweit einheitliche Regelung entschieden“, sagte Gebauer. Damit Lehrern und Eltern kein finanzieller Schaden entstehe, etwa durch Stornierungen, stelle das Land finanzielle Mittel bereit.

Vor Schulfahrten in Nichtrisikogebiete im Ausland müssten sich die Schulen mit den jeweiligen Gesundheitsämtern vor Ort abstimmen. Klassen- und Studienfahrten innerhalb von Deutschland blieben davon unberührt.

Schüler aus Münster und dem Kreis Lippe hat die Entwicklung um das Coronavirus auf der Rückfahrt aus Südtirol eingeholt. Das Robert Koch-Institut hatte am Freitag Südtirol als Risikogebiet eingestuft. Nach der Ankunft der jeweiligen Gruppen in Lippe und in Münster sollten Proben genommen und die Schüler vorläufig in Quarantäne geschickt werden, teilten die Kreisverwaltung Lippe und die Stadt Münster mit. Einige Schüler des Lüttfeld Berufskollegs hatten den Angaben nach grippeartige Symptome.

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