NRW-Ministerpräsident Laschet besucht Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem

Israel-Reise

Ministerpräsident Laschet besucht zu Beginn seiner Israel-Reise die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Darum wird seine Auslandsreise mit besonderer Aufmerksamkeit beobachtet.

Jerusalem

01.03.2020, 10:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, legt in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem neben der ewigen Flamme einen Kranz nieder.

Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, legt in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem neben der ewigen Flamme einen Kranz nieder. © Ilia Yefimovich/dpa

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat zu Beginn des offiziellen Teils seiner Israel-Reise die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem besucht. Nach einer Führung durch eine Fotoausstellung wollte er am Sonntag einen Kranz niederlegen.

Erste Auslandsreise seit Kandidatur für den CDU-Vorsitz

Die Nationalsozialisten hatten im Holocaust europaweit etwa sechs Millionen Menschen jüdischen Glaubens ermordet. Der Besuch Laschets in Israel wird mit besonderer Aufmerksamkeit beobachtet. Es ist die erste Auslandsreise des Ministerpräsidenten, nachdem er am Dienstag seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz bekanntgegeben hatte.

Gewinnt der 59-Jährige beim Sonderparteitag am 25. April, hat er gute Chancen, Unions-Kanzlerkandidat bei der nächsten Bundestagswahl zu werden. Gegen 10.00 Uhr war ein Treffen Laschets mit Israels Staatspräsident Reuven Rivlin geplant. Beide wollten sich auch über Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland austauschen.

Treffen in Tel Aviv: Erinnerung an Beitrag zur Aussöhnung Deutschlands mit Israel

Laschet hatte Israel im September 2018 erstmals als NRW-Regierungschef besucht und damals auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu getroffen. Am Nachmittag wollte Laschet im Ben-Gurion-Haus in Tel Aviv mit den Enkeln des Staatsgründers David Ben Gurion und des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer zusammenkommen.

Das Treffen soll an den Beitrag der Großväter zur Aussöhnung Deutschlands mit Israel vor 60 Jahren erinnern. Ben Gurion und Adenauer hatten sich am 14. März 1960 erstmals in New York getroffen. Obwohl sie sich insgesamt nur zweimal begegnet sind, entstand eine enge Freundschaft.

Am Abend (19.00 Uhr) wollte Laschet in Tel Aviv ein Kontaktbüro des Landes Nordrhein-Westfalen eröffnen. Mit dem Büro soll vor allem der Austausch in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Jugend und Kultur gefördert werden.

dpa