NRW-Lehrerverband rechnet auch nach Sommerferien mit Lehrermangel

Coronavirus

Viele Lehrer gehören wegen ihres Alters oder Vorerkrankungen zu Risikogruppen in Bezug auf das Coronavirus. Daher befürchtet der Lehrerverband nun auch Folgen für das kommende Schuljahr.

Düsseldorf

07.06.2020, 15:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lehrer stehen in Corona-Zeiten vor besonderen Herausforderungen.

Lehrer stehen in Corona-Zeiten vor besonderen Herausforderungen. © picture alliance/dpa

An den Schulen in Nordrhein-Westfalen werden nach Ansicht des Lehrerverbandes 20 000 weitere Lehrer-Stellen gebraucht. „Ohne neue Stellen wird es nach den Sommerferien erheblichen Unterrichtsausfall in NRW geben“, sagte Andreas Bartsch, der Präsident des Nordrhein-Westfälischen Lehrerverbandes, am Sonntag in Düsseldorf.

In der Corona-Pandemie hätten im Unterricht in NRW rund 20 Prozent der Lehrer gefehlt, die zu Risikogruppen gehören. Zwar dürften seit dem 3. Juni diese vorerkrankten und älteren Pädagogen wieder unterrichten. Es zeichne sich aber ab, dass auch nach den Sommerferien 15 Prozent aller Lehrkräfte nach ärztlicher Begutachtung keinen Präsenzunterricht erteilen würden.

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Das Land könnte Einstellungen über ein zentrales Bewerbungsverfahren organisieren, meinte Bartsch. Im Lehrerverband sind die Organisationen der Lehrer an Gymnasien, Wirtschaftsschulen und Berufskollegs mit insgesamt 30 000 Mitgliedern zusammengeschlossen.

dpa

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