NRW landet bei Mobilitäts- und Umweltstudie im Mittelfeld

Wie umweltbewusst handeln die Bundesländer? Drei Umwelt- und Verkehrsverbände nehmen die Lage unter die Lupe. Es gibt Licht und Schatten, auch im größten Bundesland NRW.

29.10.2020, 06:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Pkws fahren über die A59 in Duisburg. Foto: Fabian Strauch/dpa/Archivbild

Pkws fahren über die A59 in Duisburg. Foto: Fabian Strauch/dpa/Archivbild

In einer Studie über die Nachhaltigkeit im Verkehr der einzelnen Bundesländer belegt das Pendlerland Nordrhein-Westfalen einen Platz im hinteren Mittelfeld. In dem Bundesländerindex wurden alle 16 Länder mit Blick auf Verkehrssicherheit, Lärmminderung, Flächenverbrauch, Klimaschutz und Luftqualität bewertet. In der Gesamtwertung kam NRW auf Rang elf. Auftraggeber der alle zwei Jahre vorgelegten Untersuchung waren der BUND, die Allianz pro Schiene und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat. Sie lag dpa vorab vor.

Die Studie würdigte für NRW, dass vergleichsweise wenig Menschen im Straßenverkehr sterben: 2019 gab es pro eine Million Einwohner 25 Verkehrstote. Ein Pluspunkt ist auch, dass die NRW-Landesregierung weniger Schwerverletzte bei Verkehrsunfällen anstrebt. Gelobt wurden Rückgänge bei den verkehrsbedingten Stickstoffdioxid-Emissionen im größten Bundesland. Kritik gab es für die Belastung durch Verkehrslärm: 5,6 Prozent der Menschen sind der Studie zufolge lärmendem Verkehr ausgesetzt.

Der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, kommentierte: „Die Landesregierungen haben einen erheblichen Gestaltungsspielraum in der Verkehrspolitik, den sie leider noch viel zu selten für mehr Nachhaltigkeit nutzen“. Insgesamt lag Baden-Württemberg mit dem relativ besten Ergebnis vorn, Bayern kam auf den letzten Platz. Nicht nur die aktuelle Situation, auch die verkehrspolitischen Ziele der Regierungen wurden gewürdigt.

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