NRW-Kabinett wertet „Mähdrescherstadt Harsewinkel“ auf

Nach zahlreichen großen Corona-Beschlüssen für Millionen Menschen hat die nordrhein-westfälische Landesregierung am Dienstag mit einer kleineren Entscheidung überrascht. „Die „Mähdrescherstadt Harsewinkel“ wird zum 1. Januar 2022 zur Mittleren kreisangehörigen Stadt“, teilte die Düsseldorfer Staatskanzlei mit. „Das hat das Landeskabinett jetzt beschlossen.“

01.09.2020, 16:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kommunalministerin von NRW, Ina Scharrenbach (CDU). Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Kommunalministerin von NRW, Ina Scharrenbach (CDU). Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU) lieferte die Erklärung zur Tragweite der nicht alltäglichen Regierungsentscheidung gleich mit: „Was zunächst wie ein formaler Verwaltungsakt erscheinen mag, hat für die Harsewinkelerinnen und Harsewinkeler tatsächlich große Bedeutung“, erläuterte sie. Mit dem Status der „Mittleren kreisangehörigen Stadt“ könnten vor Ort mehr Entscheidungen getroffen werden. „Das gibt einen größeren Gestaltungsspielraum der Verantwortlichen in Harsewinkel.“

Harsewinkel in Ostwestfalen-Lippe ist bislang vor allem bekannt als Stammsitz des Landmaschinenherstellers Claas. Das Familienunternehmen aus dem Kreis Gütersloh ist bei Mähdreschern nach eigenen Angaben europäischer Marktführer. Seit 2013 trägt Harsewinkel stolz den offiziellen Namenszusatz „Die Mähdrescherstadt“ - auch auf den Ortseingangsschildern.

Jetzt ist dem nicht mehr kleinen, sondern neuerdings mittleren - 1090 urkundlich erstmals erwähnten - Harsewinkel der Sprung in die nächsthöhere Liga gelungen. In dem auf knapp elf Zeilen umrissenen Kabinettsbeschluss erläuterte die Heimatministerin den Schlüssel zum neuen Status: „Voraussetzung für die Aufwertung zur Mittleren kreisangehörigen Stadt ist, dass die Einwohnerzahl an fünf aufeinanderfolgenden Stichtagen ab dem 31. Dezember 2017 über 25 000 lag.“

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