NRW fordert Ende der Lohn-Diskriminierung in Tarifverträgen

Gleichstellung

Die NRW-Gleichstellungsministerin möchte sich für die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen einsetzen - und appelliert an die Gleichstellungsminister der übrigen Bundesländer.

Düsseldorf

03.06.2020, 08:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
NRW-Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach (CDU) will sich für die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen im Tarifvertrag der Länder einsetzen.

NRW-Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach (CDU) will sich für die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen im Tarifvertrag der Länder einsetzen. © picture alliance/Archivbild

NRW-Gleichstellungsministerin Ina Scharrenbach (CDU) will sich für die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen im Tarifvertrag der Länder einsetzen. „Die Anti-Diskriminierungsstelle des Bundes hat schon 2018 festgestellt, dass der Tarifvertrag die rechtlichen Anforderungen nicht erfüllt“, sagte Scharrenbach der „Rheinischen Post“ (Mittwoch).

Sie appellierte an die Gleichstellungsminister der anderen Bundesländer, die Tarifparteien aufzufordern, aktiv zu werden. Ausgehandelt wird der Tarifvertrag demnach auf Arbeitnehmerseite von Gewerkschaften wie Verdi, dem Beamtenbund oder der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

„Es ist der Klassiker“

Auf Arbeitgeberseite sind es die Finanzminister der Länder. Diese sollten einen einheitlichen Bewertungskatalog für alle Tarifbeschäftigten entwickeln, mit präzisen Kriterien, so Scharrenbach. Die bestehenden Systeme müssten im Hinblick auf gleiche Entlohnung rechtlichen Grundsätzen standhalten.

„Es ist der Klassiker“, sagte Scharrenbach: „Wo mehr Männer arbeiten, sind die Löhne meist höher.“ Das liege auch daran, dass in den Tarifkommissionen überwiegend Männer säßen: „Wenn Frauen nicht mit verhandeln, können sie ihre Anliegen schlechter durchsetzen.“

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