NRW-Flughäfen vor Neustart: Erster Ferienflieger hebt ab

Fast drei Monate lang herrschte auf den Flughäfen in NRW eine Art Dornröschenschlaf. Die Zahl der Passagiere ging zeitweise fast um 100 Prozent zurück. Kurz vor den Sommerferien soll es wieder losgehen.

13.06.2020, 10:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Abflug“ und „Ankunft“ steht auf einem Screen. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild

„Abflug“ und „Ankunft“ steht auf einem Screen. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild

Nach der Aufhebung der Reisewarnung für die meisten europäischen Länder rechnen die Flughäfen in Nordrhein-Westfalen mit einer schrittweisen Zunahme des Flugverkehrs. Viele Airlines bereiteten intensiv die Wiederaufnahme des Flugbetriebs vor, sagte ein Sprecher des größten nordrhein-westfälischen Flughafens in Düsseldorf. „Für den laufenden Monat Juni rechnen wir daher mit einem entsprechenden Anstieg des Angebotes.“ Der genaue Umfang sei aber noch nicht absehbar.

An diesem Montag soll in Düsseldorf ein erster Ferienflieger zur spanischen Mittelmeerinsel Mallorca starten. Das hatte die Fluggesellschaft Tuifly angekündigt. Bis zu 10 900 Urlauber aus Deutschland dürfen ab dem 15. Juni nach und nach auf die Balearen nach Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera reisen.

Die Lufthansa-Tochter Eurowings berichtete von einem spürbaren Anstieg der Nachfrage nach Urlaubsflügen. Vor allem vom Juli an werde der Flugplan wieder deutlich ausgeweitet, sagte ein Sprecher. Dann werde es drei Mal so viele Eurowings-Flüge geben wie im Juni. Das seien aber nur maximal 40 Prozent der Flugverbindungen im Juli des vergangenen Jahres. Eurowings ist nach eigenen Angaben Marktführer an den beiden größten NRW-Flughäfen Düsseldorf und Köln.

Vom Flughafen Münster-Osnabrück sollen vom 2. Juli wieder regelmäßig Urlaubsflüge nach Mallorca starten. Auch die Kanarischen Inseln und Griechenland sollen dann wieder angeflogen werden. Der Airport hofft darauf, dass es eine Ausnahmeregelung für die Türkei von der bis zum 31. August verlängerten der Reisewarnung für außereuropäische Staaten gibt. Flüge nach Antalya und andere Ziele in der Türkei sind für den Flughafen ausgesprochen wichtig. Etwa 20 Prozent aller Passagiere stiegen in eine Maschine in die Türkei, sagte ein Sprecher.

Der Flughafen Dortmund rechnet damit, im Juli etwa 30 Prozent des Flugverkehrs aus dem Vorjahresmonat zu erreichen. „Wir tasten uns langsam ran“, sagte ein Sprecher.

In den vergangenen Wochen hatten die Flughäfen ihren Betrieb nahezu auf Null heruntergefahren. Es gab überall kaum noch Starts und Landungen. Nach Daten des Statistischen Landesamtes vom Freitag flogen im April von den sechs größten Flughäfen insgesamt nur 8369 Passagiere ab. Gegenüber dem Vorjahresmonat war das einen Rückgang von 99,6 Prozent.

An den Flughäfen treffen die Passagiere auf vergleichbare Sicherheitsmaßnahmen. So gilt eine Maskenpflicht. Beim Check-In, vor den Sicherheits- und Bordkartenkontrollen sowie an den Gepäckausgaben soll durch getrennte Laufwege und Markierung der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. In den Wartebereichen müssen viele Sitze leer bleiben, das Einsteigen in die Maschinen erfolgt in gestaffelten Intervallen.

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