Notbetreuung in der Corona-Krise: Mehr als 100 Kinder nutzen das Angebot in Lünen

Coronavirus

Die Kitas und Schulen sind zwar geschlossen - wer jedoch arbeiten muss und niemanden hat, der sich um seine Kinder kümmern kann, hat weiter Anspruch auf Betreuung. In Lünen ist das Angebot gefragt.

Lünen

, 26.03.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Lünen nehmen mehr als 100 Kinder die Notbetreuung in Anspruch. (Symbolbild)

In Lünen nehmen mehr als 100 Kinder die Notbetreuung in Anspruch. (Symbolbild) © picture alliance / Jens Büttner/

Pfleger, Ärzte, Verkäufer - es gibt eine ganze Reihe sogenannter systemrelevanter Berufe. Bisher galt: Nur wenn beide Elternteile zu diesen Berufsgruppen gehören, kann man eine Notbetreuung in der Kita oder der Schule in Anspruch nehmen. Diese Einrichtungen sind zur Eindämmung des Coronavirus ja grundsätzlich geschlossen.

Betreuungsanspruch trotz Coronavirus

Die Regelung hat sich mittlerweile gelockert: „Ab sofort gibt es auch dann Anspruch auf die Betreuung der Kinder, wenn nur ein Elternteil eine vom Arbeitgeber bescheinigte Schlüsselfunktion hat“, teilt der Kreis Unna mit.

Neu ist, dass auch dann Anspruch auf eine Kinderbetreuung besteht, wenn bisher kein Betreuungsvertrag bestand, ein Elternteil aber eine vom Arbeitgeber bescheinigte Schlüsselfunktion hat. Vordrucke für die Bescheinigung gibt es auf der Homepage der Stadt Lünen.

In Lünen sind bisher 113 Kinder in einer solchen Notbetreuung untergebracht - 59 davon verteilen sich auf die 43 Kitas im Stadtgebiet, 54 gehen weiter zur Schule. Sämtliche Einrichtungen hatten sich auf das Szenario vorbereitet, wie die Stadt auf Nachfrage erklärt. So mussten trotz der Lockerung des Angebots keine personellen Aufstockungen vorgenommen werden.

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