Noch mehr Schadholz 2020: Export nach China läuft wieder

Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW rechnet für das laufende Jahr wegen der Borkenkäfer-Plage und der monatelangen Trockenheit mit noch mehr Schadholz. Voraussichtlich werde die Menge des vergangenen Jahres von 15,6 Millionen Festmeter Schadholz übertroffen, sagte der Leiter der Holzvermarktung beim Landesbetrieb, Andreas Voß, am Freitag. Er erwartet für das laufende Jahr bis zu 20 Millionen Festmeter Schadholz.

05.06.2020, 13:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Baumstämme liegen auf einem Güterzug. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Baumstämme liegen auf einem Güterzug. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Nachdem der Export nach China auch wegen der Corona-Krise ins Stocken geraten war, habe sich die Situation entspannt: Jetzt werde wieder Holz in Schiffscontainern nach China gebracht. Das Land verdiene aber nichts daran. „Das ist kein gewinnbringendes Modell. Das bewegt sich ganz scharf an der Kostendeckung“, sagte Voß.

Der Landesbetrieb gehe davon aus, dass das Export-Geschäft nach der „Borkenkäfer-Kalamitität“ in etwa zwei drei Jahren wieder heruntergefahren werde, um den heimischen Markt zu bedienen. Zur Zeit würden rund 30 Prozent des geschlagenen Fichten-Schad-Holzes aus dem Staatswald exportiert.

In der aktuellen Krisensituation sei der Export nach Asien ein wichtiges Ventil für die Forstbranche, stellte der Landesbetrieb fest. Die Lager der regionalen Sägewerke seien voll und der Preis für die Fichtenstämme im Keller. Unterdessen sterben aber im NRW-Wald Millionen von Fichten ab. Die müssten sofort gefällt und aus dem Wald geholt werden. Nur so lasse sich die weitere Verbreitung des Käfers verhindern, stellte der Landesbetrieb fest.

Weitere Meldungen