Neuneinhalb Jahre Haft für Tötung nach Sex in Kleingarten

Erst hatten sie spontanen Sex, dann erschlug er seinen Gespielen mit einem Rohr: Für den Tod eines Mannes in einer Wuppertaler Kleingartenanlage ist ein 34-Jähriger zu neuneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Landgericht in Wuppertal sprach den Mann am Dienstag wegen Totschlags schuldig. Das 24 Jahre ältere Opfer sei völlig wehrlos gewesen.

24.03.2020, 14:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild

Auch wenn der wohnungslose 34-jährige Deutsche aus desolaten familiären Verhältnissen stamme und nachweislich Opfer sexuellen Missbrauchs geworden sei, müsse angesichts der massiven Gewalt ein solches Strafmaß verhängt werden, befand das Gericht. „Sie sind im Leben keinen Schritt weiter gekommen“, sagte der Vorsitzende Richter.

Opfer und Täter hatten sich zufällig erstmals getroffen und es war rasch zu einvernehmlichem Sex gekommen. Doch aus ungeklärten Gründen war die Stimmung des 34-Jährigen plötzlich umgeschlagen und er schlug, trat und würgte den 58-Jährigen.

Er habe zugeschlagen, weil er sich in dem Moment „selbst wieder vergewaltigt gefühlt“ habe, hatte der Angeklagte ausgesagt. Obwohl der Angeklagte Anzeichen für eine psychische Erkrankung zeigte und von Wahnvorstellungen berichtete, hatte ein Gutachter ihn als voll schuldfähig eingestuft.

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