Wohnen: Neues zu Bauplänen Im Westfelde und der Schwerter Innenstadt

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Gleich zwei Wohnprojekte geht ein Unternehmen in Schwerte an – Im Westfelde und in der Wilhelmstraße in der Schwerter City. Zuletzt gab es um den „Wilhelmshof“ noch einige Ungereimtheiten.

Schwerte

, 22.08.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Beim Informationsgespräch zum Neubaugebiet „Im Westfelde“, zu dem die SPD-Ratsfrau Marlies Mette aus Geisecke geladen hatte, kamen am Mittwochnachmittag, 19. August, rund 50 Interessierte. Im Anschluss ging es direkt weiter zu einem Infogespräch in die Schwerter City.

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Aber der Reihe nach. Viele Interessierte beim Ortstermin in Geisecke waren Nachbarn. Sie wollten überwiegend über den Verkehr rund um die Bebauung, die geplanten Parkplätze und über die Kanäle sprechen. Bei den vielen Neubauten, sei die Hauptsorge der Nachbarn, dass die Kanäle überlaufen.

Trennsystem und Regenrückhaltebecken

Grund zur Sorge gebe es laut Dirk Salewski aber nicht. Er ist Geschäftsführer der Firma beta-Eigenheim, die sowohl Im Westfelde als auch im Innenstadtbereich große Bauprojekte plant. „Es wird ein Trennsystem für Abwasser und Regenwasser geben und auch ein Regenrückhaltebecken“, sagt Dirk Salewski.

Im Westfelde soll ein Neubaugebiet entstehen. Die SPD hatte zu einem Infogespräch geladen.

Im Westfelde soll ein Neubaugebiet entstehen. Die SPD hatte zu einem Infogespräch geladen. © SPD SChwerte

Geplant ist in Geisecke „Im Westfelde“ der Bau von 22 Reihenhäusern beziehungsweise 38 Doppelhaushälften. Davon sollen 16 geförderte Miet-Einfamilienhäuser werden. Als Ökologische Ausgleichsfläche ist eine 5875 Quadratmeter große Streuobstwiese geplant, die bisher Teil der Ackerfläche war, die bebaut werden soll.

Bauzeit beträgt drei bis vier Jahre

Das Verfahren des Bebauungsplans läuft derzeit noch. Die Vermarktung, der Bauantrag und Baubeginn sind weiterhin offen. Bis zum 28. August 2020 ist der Bebauungsplan für das Projekt in Geisecke „Im Westfelde“ offen gelegt.

Hier soll das Neubaugebiet "Im Westfelde" entstehen – mit Obstwiese

Hier soll das Neubaugebiet "Im Westfelde" entstehen – mit Obstwiese © beta-Eigenheim

Hannah Lülf von der Projektsteuerung bei beta-Eigenheim sagt zum voraussichtlichen Verlauf der Bebauung: „Sobald der Bebauungsplan Im Westfelde rechtskräftig ist, werden wir die Erschließung vorbereiten. Wir gehen davon aus, dass das im ersten Halbjahr 2021 so weit sein wird. Weiterhin gehen wir von einer Bauzeit von 3-4 Jahren aus.“ Das sei allerdings abhängig von der Nachfrage und Kapazität der Unternehmen. Den Bewohnern wurde beim Informationsgespräch seitens der Politik zugesagt, ihre Bedenken bei der Beschlussfassung nicht unbeachtet zu lassen.

Große Pläne für Schwerter Innenstadt

Rund 5000 Quadratmeter groß ist die Fläche, auf der früher rund 100 Jahre lang der Stahlhandel Becker und Fleer an der Wilhelmstraße. Trotz einigem Hin- und Her durch ein plötzlich aufgetauchtes Exposé und nicht zuletzt Verzögerungen wegen des Coronavirus, nimmt beta-Eigenheim das Großprojekt weiter in Angriff.

Die Stadt Schwerte hatte einen vorherigen Bebauungsplan aufgehoben. Die neue Anforderung sei, laut Dirk Salewski, dass im bestehenden Altgebäude an der Wilhelmstraße geförderter Wohnraum entstehe.

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Geplant waren ursprünglich 40 neue Wohnungen zwischen Wilhelmstraße und Kantstraße. Neu ist, dass aus den 40 Wohneinheiten, nun 48 Stück werden, laut Exposé. Außerdem entstehen in dem vorhandenen Altgebäude „wahrscheinlich sechs Wohnungen.“ Im Exposé steht noch: „Bestandswohnungen: 5“.

Wohnen mit Wohnberechtigungsschein

Die Wohnungen werden nur mit einem Wohnberechtigungsschein bei einer Miete von fünf Euro pro Quadratmeter vermietet. Das alte Gebäude wird modernisiert. „Dazu werden wir auch Mittel der NRW-Bank in Anspruch nehmen“, so Salewski.

So stellt sich beta-Eigenheim den "Wilhelmshof" vor.

So stellt sich beta-Eigenheim den "Wilhelmshof" vor. © beta-Eigenheim

Zu dem Zeitplan, in dem das Projekt umgesetzt werden soll, sagt Hannah Lülf: „Wir planen im ersten Quartal 2021 zu beginnen.“ Dabei wird vorausgesetzt, dass der Mieter vereinbarungsgemäß ausgezogen sein wird. Hier werden die Bauarbeiten zwischen zwei und drei Jahren andauern.

40 Prozent der Freifläche soll unbebaut bleiben

Für die Neubauten zwischen Kantsstraße und Wilhelmstraße, die als „Wilhelmshof“ im Exposé stehen, soll es auch eine Tiefgarage für Autos und Fahrräder geben. Die Einfahrt werde von der Kantstraße aus gehen. Von der Wilhelmstraße wird es einen Eingang auf das Gelände für Fußgänger geben.

Zwischen Kantstraße und Wilhelmstraße soll das Wohnprojekt "Wilhelmshof" auf dem ehemaligen Gelände von Becker und Fleer entstehen.

Zwischen Kantstraße und Wilhelmstraße soll das Wohnprojekt "Wilhelmshof" auf dem ehemaligen Gelände von Becker und Fleer entstehen. © beta-Eigenheim

Die Neubaufläche beträgt 3800 Quadratmeter, auf einem Grundstück von 5196 Quadratmetern. „Das heißt 40 Prozent der Fläche bleibt unbebaut“, sagt Dirk Salewski. Geplant sind laut Exposé vier Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss. Es handelt sich um nicht gefördertes Wohnen. Die Neubauten sind alle barrierefrei. Die Kosten für das Projekt belaufen sich laut beta-Eigenheim auf 3,1 Millionen bis 3,2 Millionen Euro. Der Bauantrag muss noch gestellt werden.

Vertreter der SPD Schwerte, Interessierte Bürger sowie Vertreter des Unternehmens beta-Eigenheim beim Infogespräch an der Wilhelmstraße.

Vertreter der SPD Schwerte, Interessierte Bürger sowie Vertreter des Unternehmens beta-Eigenheim beim Infogespräch an der Wilhelmstraße. © SPD Schwerte

Die SPD Schwerte hatte eine Anfrage zu Ortsterminen mit Interessierten bereits im Mai gestellt. Ratsherr Simon Lehmann-Hangebrock Stadtplanungsexperte der SPD war bei beiden Informationsgesprächen anwesend und begrüsste die Schaffung neuen Wohnraums.

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