Neues digitales Konzept macht Kirchenbesuch trotz Corona möglich

dzSt. Viktor

Die St. Viktor Kirche von innen besichtigen, ohne sie dabei zu betreten: Das ist dank eines virtuellen Rundgangs nun möglich. Von dem Konzept erhofft sich die Gemeinde positive Nebeneffekte.

von Jannah Heiming

Schwerte

, 02.08.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Während der Corona-Krise konnten deutlich weniger Besucher als normal die alte Marktkirche St. Viktor von innen besichtigen. Deswegen hat die in Schwerte ansässige Werbeagentur „Vierzehn05“ einen ganz besonderen Ausweg aus dieser Situation ermöglicht: Die Kirche ist ab sofort auch virtuell begehbar.

Trotz Corona können also alle, die einen Computer zuhause haben oder ein Smartphone besitzen die Kirche und das Gemeindezentrum in einem 360-Grad Rundgang bewundern.

Corona zeigt die Bedeutung digitaler Lösungen

Die Kirche St. Viktor gilt als das Wahrzeichen Schwertes: Im virtuellen Rundgang können Kunstwerke wie der alte Antwerpener Altar mit seinen Schnitzfiguren oder die mittelalterlichen Fenster bestaunt werden.

Die Besucher des virtuellen Rundgangs kriegen aber nicht nur viel zu sehen, sondern dank der Kern-Orgel auch etwas zu hören. Die Orgel hat im Jahr 2014 in der Kirche ihren Platz gefunden.

Während der Corona-Krise hatte die St. Viktor Kirche teilweise sogar ganz geschlossen, die Öffentlichkeit musste in der Zeit auf die Besichtigung der Kirche verzichten: Speziell diese coronabedingten Einschränkungen hätten dann letztendlich zu der Entscheidung beigetragen, einen virtuellen Rundgang zu gestalten.

Denn viele Menschen vermissten es in der Zeit der Schließung, die St. Viktor Kirche besuchen zu können - inbesondere an Markttagen oder zu Gottesdienstzeiten.

Daniel Groß, Presbyter der evangelischen Kirchengemeinde Schwerte und Inhaber der ausführenden Agentur erklärt: „Gerade die aktuelle Krise hat gezeigt, wie wichtig digitale Lösungen sind“.

Kirchengemeinde erhofft sich von virtuellem Rundgang nicht nur glückliche Schwerter

Dabei hofft die Kirchengemeinde Schwerte auf einen weiteren positiven Aspekt des neuen Programms: Nicht nur, dass so die Corona-Hygienemaßnahmen optimal erfüllt werden. Auch der Tourismus in Schwerte soll von dem Konzept profitieren.

St. Viktor solle für Menschen außerhalb von Schwerte mit dem virtuellen Rundgang bekannter und attraktiver gemacht werden. Touristen, die zum Beispiel mit dem Fahrrad durch Schwerte reisen, sollten öfter auf die Kirche aufmerksam gemacht werden.

Was in dem virtuellen Rundgang nicht auffällt: Die Fassade und das Dach der St. Viktor Kirche müssen dringend saniert werden. Hier ist die Kirchengemeinde auf Spenden angewiesen. Durch die neue Form der Außendarstellung wolle die Gemeinde neue Menschen dazu gewinnen, die sich im Förderverein engagieren oder durch Spenden die Sanierung unterstützen.

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