Neues Allzeithoch: RKI meldet 16.774 Corona-Neuinfektionen in Deutschland an einem Tag

Coronavirus

Einen Tag nach dem Beschluss des zweiten Lockdowns, erreichen die Zahlen in Deutschland einen neuen Rekordwert. Ebenso in NRW. Mehrere Regionen haben die 200er Schwelle überschritten.

Berlin/NRW

29.10.2020, 11:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Robert-Koch-Institut hat über 16.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Das Robert-Koch-Institut hat über 16.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet. © picture alliance/dpa

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 16.774 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Donnerstagmorgen hervor.

Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 14.964 Fällen. Am Donnerstag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter 11.287 Neuinfektionen gemeldet. Damit hatte der Wert erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland die Marke von 10.000 überschritten.

Auch in NRW erreichen die Neuinfektionen Höchstwerte

In Nordrhein-Westfalen liegen mittlerweile sechs Regionen über der Schwelle von 200 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Den höchsten Wert wies mit 240,8 die Stadt Duisburg auf, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagmorgen hervorgeht.

Dahinter lagen die Stadt Solingen mit 238,0 und die Stadt Remscheid mit 206,6. Der Kreis Düren wies einen Wert von 205,6 auf. Für Nordrhein-Westfalens einwohnerstärkste Stadt Köln meldete das RKI 201,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche.

Die Stadt Herne lag bei 200,1. NRW-weit wies das RKI am Donnerstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 131,52 aus (Vortag: 121,8). Nahezu alle der 53 Kreise und kreisfreien Städte haben die Warnschwelle von 50 übersprungen. Darunter liegt weiterhin lediglich der Kreis Soest mit einem Wert von 41,4 am Donnerstag. Das RKI registrierte für NRW am Donnerstagmorgen 4773 Neuinfektionen.

Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen lag damit im bevölkerungsreichsten Bundesland bei 122 051 - etwa ein Viertel aller bundesweit registrierten Fälle (481 013).

Der R-Wert in Deutschland liegt aktuell bei 1,03

Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 481.013 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 29.10., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 89 auf insgesamt 10.272. Das RKI schätzt, dass rund 339.200 Menschen inzwischen genesen sind.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Mittwoch bei 1,03 (Vortag: 1,17). Das bedeutet, dass ein Infizierter etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Dienstag bei 1,17. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

RND/dpa

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Meistgelesen