Co-Trainer neu, Werner noch unersetzt: RB trainiert wieder

Die Profis von RB Leipzig haben am Mittwoch wieder das Training aufgenommen. In Xaver Zembrod stand ein neuer Co-Trainer auf dem Platz - ein Ersatz für den abgewanderten Torjäger Werner aber nicht. Bis zum Saisonstart sollen die Baustellen im Kader geschlossen sein.

26.08.2020, 16:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

Cheftrainer Julian Nagelsmann begrüßte acht Tage nach dem Aus im Halbfinale der Champions League seine Spieler in Leipzig zurück. Während der RB-Kader noch nicht komplett ist, präsentierten die Sachsen am Mittwoch in Xaver Zembrod einen weiteren Co-Trainer. Der 54-Jährige wechselt von Bayer Leverkusen nach Leipzig, wo er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023 unterschrieb.

Damit gehören nun sieben Assistenten zum Stab um Nagelsmann, der mit Zembrod bereits im Nachwuchs bei 1899 Hoffenheim zusammengearbeitet hat. „Uns war es wichtig, uns im Trainerteam noch breiter aufzustellen. Auf uns kommt eine intensive Saison mit vielen Spielen und zahlreichen Englischen Wochen zu“, sagte RB-Sportdirektor Markus Krösche.

Nagelsmann bleibt bis zum Pokalspiel am zweiten September-Wochenende beim 1. FC Nürnberg nur wenig Zeit, seinem Team einen neuen Schliff zu verleihen. Die Länderspielpause mit zahlreichen Abstellungen seiner vielen Nationalspieler lässt kaum Raum für kreative Ansätze. Und vor allem: Der Kader ist noch längst nicht vollzählig.

„Bis zum Saisonstart sind wir komplett“, hatte Vorstandschef Oliver Mintzlaff beim Champions-League-Finalturnier angekündigt. Völlig offen ist noch, wie man den Abgang von Timo Werner zum FC Chelsea kompensieren kann. Die Spiele gegen Atletico Madrid und Paris Saint-Germain zeigten, dass im Angriff noch vieles unrund läuft.

Auch deshalb hat Nagelsmann unmissverständlich Ersatz für Werner gefordert. „Ja, den brauchen wir schon. Es wäre extrem dämlich, wenn man es anders sieht“, sagte der Chefcoach der „Sport Bild“ (Mittwoch). „Wir haben ja bereits Hee-chan Hwang geholt, können Timo aber natürlich nicht eins zu eins ersetzen und müssen seine 47 Scorerpunkte auf mehrere Schultern verteilen.“

In Patrik Schick hatten die Sachsen einen Spieler, der zumindest als Vollstrecker in Erscheinung treten kann. Doch der Leihvertrag mit der AS Rom endet am 31. August. RB ist die Ablöse von 25 Millionen Euro zu teuer, man wollte sie drücken beziehungsweise erneut eine Leihe anstreben. Doch da spielen die Italiener (noch) nicht mit. Zumal es offenbar Clubs wie Bayer Leverkusen gibt, die bereit sind, die Ablöseforderungen zu erfüllen.

Das RB-Interesse am Bremer Milot Rashica, mit dem man sich angeblich bereits einig war, scheint erloschen. Zumindest ist öffentlich keine Rede mehr vom flinken Werder-Angreifer, der durch den Klassenverbleib der Bremer für RB ebenfalls zu teuer geworden war. Und so ploppen täglich neue Transfergerüchte um den Champions-League-Halbfinalisten auf. Die Vereinsbosse schweigen und arbeiten.

„Wir versuchen mit den Vereinen Lösungen zu finden. Jeder hat seinen Standpunkt, auch die abgebenden Vereine haben ihren“, erklärte Krösche im MDR und bezog sich dabei auch auf den von Manchester City ausgeliehenen Angelino, der wie Schick vorerst wieder nach Leipzig zurückgekehrt ist. Bei beiden Profis endet der Leihvertrag am 31. August.

„Wir sind nach wie vor optimistisch, bei Angelino eine Lösung zu finden und haben vor, auch in der Offensive noch etwas zu tun“, sagte Leipzigs Kaufmännischer Leiter Sport Florian Scholz der „Mitteldeutschen Zeitung“. Allerdings werde es bei einer Ablösezahlung für Linksverteidiger Angelino Grenzen geben. „Wenn sich Preisdifferenzen in den Verhandlungen nicht auflösen lassen, dann verpflichten wir den Spieler auch nicht“, betonte Scholz.

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