Neue Kita „Unter dem Regenbogen“ wird nun doch nicht dreigruppig - Pläne für Biberburg stehen

Kitas in Werne

Anbau, Neubau, Übergangslösung: Die Kita-Landschaft in Werne befindet sich bekanntlich im Wandel. Und das gilt auch für die Pläne von Stadt und Trägern. Die haben ihre Vorstellungen erneut angepasst.

Werne

, 11.03.2020, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Werne braucht mehr Platz für Kitakinder - und den schafft die Stadt nun auch. Dazu musste man allerdings umplanen.

Werne braucht mehr Platz für Kitakinder - und den schafft die Stadt nun auch. Dazu musste man allerdings umplanen. © Vanessa Trinkwald

Die Kita-Bedarfsplanung stellt die Stadt weiter vor Herausforderungen. Einfallsreichtum und die Kooperationsbereitschaft der Träger sind gefragt, um den Bedarf an Plätzen decken zu können. Schon zum kommenden Kitajahr stehen Veränderungen in mehreren Einrichtungen an. Um 46 neue Plätze zu schaffen, werden insgesamt vier zusätzliche Gruppen in den Kitas An der Schule, Maria Frieden und Biberburg installiert.

Dass dies allein trotz geplanter Neubauten angesichts der anhaltend hohen Geburtenzahlen wohl nicht ausreichen wird, hatte Dezernent Alexander Ruhe kürzlich im Gespräch mit unserer Redaktion bereits verdeutlicht. In der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Dienstag, 10. März, konnte die Stadt nun eine positive Nachricht vermelden: Der Neubau der Kita Unter dem Regenbogen am Ostring wird aller Voraussicht nach größer ausfallen als geplant.

Anfang 2021 soll die Einrichtung bezugsfertig sein - und dann nicht nur mit drei, sondern gleich vier Gruppen an den Start gehen. „Die Fläche ist groß genug dafür. Und die Pläne für einen viergruppigen Bau lagen auch schon in der Schublade. Wir hatten uns diese Möglichkeit offengehalten“, erklärte Ruhe am Donnerstag.

Der Grund für das Zögern: Zuletzt habe man dem Träger - dem evangelischen Kirchenkreis Hamm - nicht zusichern können, dass er für seine Einrichtung perspektivisch mit genügend Kindern für eine vierte Gruppe rechnen könne. Das sei nun anders. Der Bedarf ist da.

Die neue Kita Biberburg entsteht direkt zwischen Sportplatz und Grote Dahlweg. Auf der Schotterfläche sollen zudem zusätzliche PKW-Stellplätze geschaffen werden.

Die neue Kita Biberburg entsteht direkt zwischen Sportplatz und Grote Dahlweg. Auf der Schotterfläche sollen zudem zusätzliche PKW-Stellplätze geschaffen werden. © Helga Felgenträger (A)

Neubauarbeiten im Dahl sollen im Mai beginnen

Auch der Neubau für die AWO-Kita Biberburg im Dahl macht Fortschritte - zumindest auf dem Papier. In der Ausschusssitzung präsentierten Träger, Investor und Architekt ihre Pläne. Demnach soll der Bau noch im Mai 2020 starten. Als Einzugsdatum ist Frühjahr 2021 geplant. Die künftig viergruppige Einrichtung am Grote Dahlweg dürfte hell und naturnah werden.

„Wir haben für unsere Kitas zwar ein Grundkonzept, aber jede Einrichtung orientiert sich auch an den Gegebenheiten vor Ort“, erläuterte Daniel Frieling, Abteilungsleiter der Kindertagesbetreuung im AWO-Unterbezirk Ruhr-Lippe-Ems.

Im Falle des Neubaus im Dahl äußert sich das in dem Leitsatz „Werne, Wasser Wohlbefinden“. Den benachbarten Sportplatz betrachtet man auf Seiten des Trägers als passende Ergänzung zu den pädagogischen Schwerpunkten der neuen Werner Kita: Sprachliche und ökologische Bildung sowie Ernährung und Bewegung.

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Die neue Biberburg verfügt über eine Nutzfläche von 740 Quadratmetern. Das eingeschossige Gebäude wird zur Gartenseite im Süden mit bodentiefen Fenstern ausgestattet. Zusätzlich zu den vier großen Gruppenräumen mit Spielbereich und jeweils eigener Garderobe gibt es Büro, Technik- und Mehrzweckräume sowie Küchenflächen.

Das Konzept der AWO sieht zehn bis zwölf pädagogische Mitarbeiter sowie je eine freigestellte Leitung, Abwesenheitsvertretung und Hauswirtschaftskraft vor.

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