Nervig oder nötig? Wie kommt die Maskenpflicht am Selmer Gymnasium an?

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Bis zum 31. August gilt an allen Schulen in NRW vorerst die Maskenpflicht. Das Thema wird besonders unter Schülern kontrovers diskutiert. Dies ist auch am Gymnasium in Selm der Fall.

Selm

, 18.08.2020, 13:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Emilia Hemsing, Schülerin der Klasse 8a des Gymnasiums in Selm, findet die geltende Maskenpflicht nervig, aber auch nötig: „Die Lehrer dürfen die Maske im Unterricht abnehmen, während wir sie aufbehalten müssen“, sagt sie. Manche Lehrer würden dies aus Solidarität nicht tun. „Wenn wir etwas trinken oder essen, dann dürfen wir sie auch abnehmen. Wenn Schüler die Maske falsch tragen, dann werden sie von den Lehrern darauf hingewiesen, sie richtig aufzusetzen.“

Für Emilia ist es anstrengend, die Maske bei den heißen Temperaturen in der Schule tragen zu müssen. „Ich hoffe aber, dass es dadurch weniger Fälle von Corona geben wird“, betont sie. Außerdem würden die Lehrer und Lehrerinnen sehr viel Wert auf das Tragen der Maske legen, indem sie in den Pausen über den Schulhof laufen würden und kontrollieren ob alle Schüler ihre Masken richtig tragen.

Die Achtklässlerin Emilia Hemsing des Städtischen Gymnasiums in Selm muss seit Schuljahresbeginn eine Maske in der Schule tragen. Obwohl sie es nervig findet, hält sie die Entscheidung doch für richtig und hofft somit, dass es in Zukunft weniger Fälle von Corona geben wird.

Die Achtklässlerin Emilia Hemsing des Städtischen Gymnasiums in Selm muss seit Schuljahresbeginn eine Maske in der Schule tragen. Obwohl sie es nervig findet, hält sie die Entscheidung doch für richtig und hofft somit, dass es in Zukunft weniger Fälle von Corona geben wird. © Hemsing

Lehrer sehr fürsorglich

Wenn es den Schülern schlecht ginge, dann könnten sie dies sofort der Lehrperson sagen. „Einer Mitschülerin von mir wurde mit der Maske sehr schlecht. Dann hat sie Bescheid gesagt und wurde dann auch sofort abgeholt. Das finde ich gut“, meint Emilia.

Bei Hitze unangenehm

Auch Chantal Rittinghaus, Schülerin der 12. Klasse des Gymnasiums, muss in der Schule eine Maske tragen.

Auch Chantal Rittinghaus, Schülerin der 12. Klasse des Gymnasiums, muss in der Schule eine Maske tragen. © Rittinghaus

Chantal Rittinghaus besucht die 12. Klasse des Gymnasiums. Sie findet die durchgehende Maskenpflicht richtig und kann auch nachvollziehen, dass die Regelung an den Grundschulen in NRW nicht so streng ist: „Dass man kleineren Kindern keine Maske auf ihren Sitzplätzen aufzwingen möchte, kann ich schon verstehen“, sagt sie. Auch sie ist der Meinung, dass es bei der Hitze anstrengend sei, eine Maske für längere Zeit zu tragen.

Das Lehrpersonal würde der Oberstufe außerdem vertrauen, die Maske im Schulgebäude auf zu behalten. Deswegen würden die Lehrer in den Pausen nicht so stark kontrollieren, wie das bei den jüngeren Schülern der Fall sei.

Die meisten Schüler hätten sich noch nicht mal über die Maskenpflicht beschwert.

Konsequente Schüler

Ulrich Walter, Schulleiter des Städtischen Gymnasiums, glaubt, dass die strengere Regelung der Maskenpflicht an den weiterführenden Schulen mit der Durchmischung der einzelnen Klasse zusammenhänge.

Er habe den Eindruck, dass Schüler sowie Lehrer sehr konsequent mit der Maskenpflicht umgehen würden. Er stufe die Pflicht als richtig ein, da Schule „einen Teil der gesellschaftlichen Abläufe darstellt“ und somit die Ansteckungsgefahr verringert werden könnte.

„Die Maskenpflicht besteht bis zum 31. August, also zirka 14 Tage nach Schulbeginn, damit wir sehen können, ob die Infektionszahlen zurück gegangen sind“, so Walter. Gesundheitliche Probleme habe es an seiner Schule bisher nicht gegeben. „Das Lehrpersonal gibt immer mal wieder die Möglichkeit, kleine Pausen einzulegen.“

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