Werner Organisation „Alle gemeinsam, keiner einsam“ verteilt erste Einkäufe

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Die Organisation „Alle gemeinsam, keiner einsam“ will eine Nachbarschaftshilfe, die Einkäufe für alte oder vorerkrankte Menschen in der Zeit von Corona, organisieren wollen.

von Leandra Stampoulis

Werne

, 22.03.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Freitagnachmittag war es soweit: Die ersten sechs Einkaufsbestellungen von alten oder gefährdeten Menschen wurden über die Woche hinweg gesammelt und jetzt an die Kunden verteilt. Die bedürftigen Menschen waren zwischen 79 und 92 Jahre alt. Dafür standen sieben freiwillige Helfer am Freitagnachmittag vor dem Rewe Symalla. Dieser beteiligte sich sofort an der Aktion.

„Es ist sehr wichtig, sich in diesen Zeiten zu helfen und wir fanden es genau richtig, bei dieser Aktion dabei zu sein“, sagte Filialleiter Georg Schlomberg.

Große Anteilnahme

Vor dem Rewe standen außerdem Martin Pausch und Rebecca Gutzat, die die Aktion mitorganisiert haben. „Wir freuen uns sehr über diese Anteilnahme. Wir haben auch eine WhatsApp-Gruppe, um uns mit allen freiwilligen Helfern abzusprechen. Da sind im Moment 25 Leute drin“, sagte Gutzat.

Alle Helfer waren mit Handschuhen ausgestattet. Teilweise hatten sie diese selbst mitgebracht oder bekamen sie von Gutzat. Die Freiwilligen hatten aus der Zeitung oder den Facebook-Gruppen von der Nachbarschaftshilfe erfahren.

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Auch Jan Heidenreich (21) war unter den Helfern: „Ich bin in dem Verein Initiative Radverkehr Werne und wir mussten jetzt alle folgenden Veranstaltungen absagen. Jetzt säße ich zu Hause, da kann ich auch lieber mithelfen.“

Im Einzelnen wurde mit den zu beliefernden Leuten abgesprochen, an welchem Ablageort die Einkäufe sowie das Geld hinterlegt werden soll. „Das hat gut funktioniert. Bei einzelnen Fällen gehen wir mit Spenden in Vorkasse, die wir noch von unseren Weihnachtsaktionen haben“, sagte Gutza.

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Die Einkaufslisten wurden per Telefon aufgegeben und an den Rewe Symalla weitergeleitet. Die Mitarbeiter dort haben die Einkäufe in Pappkisten zusammengestellt und somit auslieferungsfähig gemacht.

Alles ist gut organisiert

An der hinteren Laderampe wurden die Einkäufe dann so an die Helfer verteilt, dass es von der Fahrtstrecke am besten zu deren Wohnort passt. Die Einzelheiten wie Adresse und Ablageort sind gut sortiert in den einzelnen Einkaufskisten zu finden. Alles war gut organisiert und die Helfer schienen alle motiviert und freuten sich darüber, dass sie helfen können. Das erste Feedback von Kunden wurde auch schon gegeben: „Es ist durchweg positiv und alle freuen sich darüber, dass so viele Menschen helfen wollen“, sagte Gutza lächelnd.

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