Nachbarin erwürgt und angezündet: Mann soll in Psychiatrie

Ein tödlicher Nachbarschaftsstreit in Datteln beschäftigt seit Montag das Bochumer Schwurgericht. Der 45 Jahre alte Beschuldigte soll im Oktober 2019 seine 33 Jahre alte Nachbarin erwürgt und die Leiche anschließend in Brand gesteckt haben. Bei dem Feuer waren weite Teile des Wohnhauses zerstört worden.

25.05.2020, 17:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Justizbeamter steht im Gerichtssaal. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Ein Justizbeamter steht im Gerichtssaal. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Ein Psychiater hat bei dem Deutschen eine schwere Psychose diagnostiziert. Der Mann gilt deshalb bereits jetzt als schuldunfähig. Eine klassische Bestrafung ist daher ausgeschlossen. Das sogenannte Sicherungsverfahren wird nur zu dem Zweck geführt, um zu klären, ob der Dattelner als Gefahr für die Allgemeinheit eingestuft und deshalb für unbestimmte Zeit in eine geschlossene psychiatrische Klinik eingewiesen werden muss.

Vor Gericht will sich der 45-Jährige selbst nicht zu den Vorwürfen äußern. Am ersten Verhandlungstag wurden jedoch Texte verlesen, die der Mann auf seinem Computer gespeichert haben soll. Darin heißt es unter anderem: „Ich habe einen Menschen getötet, und es tut mir unendlich leid.“ Seine Nachbarin habe ihn seit Jahren verfolgt und terrorisiert. Daher habe er sie aus Wut heraus getötet. „Ich habe einfach meinen Arm um ihren Hals gelegt und konnte nicht aufhören, zuzudrücken.“

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