Nach Wildvogelfund mit Geflügelpest auf Prävention setzen

Nach dem Fund eines durch Geflügelpest verendeten Wildvogels am Niederrhein zieht NRW-Agrarministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) noch nicht alle Register staatlicher Maßnahmen zum Schutz vor der Tierseuche. „Wir haben die Lage im Blick, müssen noch nicht aufschreien“, sagte sie am Freitag in Düsseldorf. Bei der in Emmerich im Kreis Kleve gefundenen toten Wildgans habe es sich um einen Vogel auf dem Durchzug gehandelt. „Aber wenn man sich die Ausbreitung im Norden ansieht, ist es glaube ich eine Frage der Zeit, bis es tatsächlich auch Weiterungen bei uns in Nordrhein-Westfalen gibt“, erklärte sie. Die Lage werde weiter „sehr eng“ beobachtet.

20.11.2020, 13:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ursula Heinen-Esser (CDU), Landwirtschaftsministerin von NRW, lächelt. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Ursula Heinen-Esser (CDU), Landwirtschaftsministerin von NRW, lächelt. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Das Ministerium hatte die NRW-Geflügelhalter bereits am Vortag zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Die Halter sollten ihre Tiere nur noch an für Wildvögel unzugänglichen Stellen füttern. Auch dürfe kein Oberflächenwasser für das Tränken der Tiere genutzt werden, zu dem Wildvögel Zugang hätten. Eine Aufstallpflicht werde aber noch nicht angeordnet. Derzeit stehe in NRW noch die Prävention im Vordergrund. Für Menschen sei das Virus im Regelfall ungefährlich, erklärte das Ministerium. Bei intensivem Kontakt mit infiziertem Geflügel könne eine Ansteckung aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Bürger sollten tote Wasservögel oder Greifvögel dem Veterinäramt melden.

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