Nach Unfall und Kuss an die Verletzte: Verursacher stellt sich der Polizei

Verkehrsunfall in Werne

Erst krachte er in den Pkw eine Dortmunderin, dann küsste er die verletzte Frau: Nach der kuriosen Szene bei einem Unfall in Werne hat sich nun der Unfallverursacher bei der Polizei erklärt.

Werne, Dortmund

, 05.07.2020, 11:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
An der Kreuzung Lünener Straße/Berliner Straße in Werne kam es am Freitagabend zu einem Unfall. Der Unfallverursacher flüchtete von der Unfallstelle. Nun hat sich der 28-Jährige bei der Polizei gemeldet.

An der Kreuzung Lünener Straße/Berliner Straße in Werne kam es am Freitagabend zu einem Unfall. Der Unfallverursacher flüchtete von der Unfallstelle. Nun hat sich der 28-Jährige bei der Polizei gemeldet. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Bei einem Verkehrsunfall am Freitagabend, 3. Juli, in Werne kam es zu einer kuriosen Szene. Der Unfallverursacher, der an einer Ampel auf der Kreuzung Lünener Straße/Berliner Straße auf den Pkw einer Dortmunderin (56) gefahren war, stieg aus seinem Wagen, entschuldigte sich bei der Frau und küsste sie auf den verletzten Arm. Dann flüchtete er von der Unfallstelle.

Nun hat sich der Mann bei der Polizei gemeldet. Wie die Pressestelle der Polizei des Kreises Unna am Sonntag berichtet, habe sich der Unfallverursacher am Samstagnachmittag auf der Polizeiwache in Werne gemeldet. Der 28-jährige Mann aus Polen erklärte mit Hilfe eines Bekannten, der dolmetschte, wieso er nach dem Unfall geflüchtet ist.

Ohne Entschuldigung wollte der 28-Jährige nicht gehen

Er sei geflohen, weil er kein Deutsch spreche und Angst bekommen habe, so die Begründung. Und wieso hat er den Arm der Frau geküsst, wollten die Beamten wissen. Ohne sich bei der verletzten Frau entschuldigt zu haben, wollte er die Unfallstelle aber nicht verlassen, erklärte der 28-Jährige daraufhin.

Da der junge Mann keinen Wohnsitz in Deutschland hat, wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft eine Sicherheitsleistung für die zu erwartende Geldstrafe erhoben, teilte die Polizei mit. Das sichergestellte Auto wurde freigegeben und konnte wieder abgeholt werden. Der entstandene Sachschaden wird auf 10.000 Euro geschätzt.

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