Nach Brand in Firma: Prozess gegen Ex-Mitarbeiter begonnen

Nach einem Großbrand in einer Autoteile-Fabrik in Uedem am Niederrhein hat am Montag beim Landgericht Kleve der Prozess gegen einen Ex-Mitarbeiter begonnen. Der 58-Jährige soll laut Anklage aus Wut über seinen Arbeitgeber mehrere Hallen und das Verwaltungsgebäude mit Benzin angesteckt haben. Sieben Hallen und das Bürogebäude wurden teils schwer beschädigt. Der Angeklagte hatte bei seinen bisherigen Vernehmungen die Tat abgestritten.

21.09.2020, 11:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: picture alliance / Peter Steffen/dpa/Symbolbild

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: picture alliance / Peter Steffen/dpa/Symbolbild

Zur Schadenshöhe gab es noch keine genauen Angaben, es soll sich um mehrere Millionen Euro handeln. Menschen waren bei dem Großbrand am 29. Dezember vergangenen Jahres nicht verletzt worden. Allerdings seien bei dem Brand hochgradig gesundheitsschädliche Gase entstanden, die auch das Wohnhaus eines Zeugen umschlossen hätten, so die Staatsanwaltschaft. Der Vorwurf lautet auf schwere Brandstiftung; dafür sind bis zu 15 Jahre Gefängnis möglich.

Laut Anklage hatte der 58-Jährige immer wieder Arbeitsschutzmängel in der Firma kritisiert. Als er nach einer längeren Krankschreibung Ende 2019 wieder in die Firma zurückkam, sei ihm seine Versetzung auf eine andere Arbeitsstelle im Unternehmen zum Jahresbeginn 2020 mitgeteilt worden. Darauf habe er wütend und mit Drohungen reagiert. Kurz danach brannte es. Laut Anklage soll der 58-Jährige Benzinkanister und mit Benzin getränkte Tücher an leicht entzündlichen Gegenständen deponiert und mindestens 13 davon angezündet haben.

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