Mutter wollte bei Messerangriff auf Sohn dazwischengehen

Im Fall eines mutmaßlich von seinem Vater erstochenen 13-Jährigen in Bad Salzuflen hat die Mutter nach Ermittlerangaben noch eingreifen wollen. Wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch nach einer ersten Befragung mitteilte, sei sie am Dienstagmorgen nach eigenen Angaben aus der Dusche gekommen und habe gesehen, wie ihr 43 Jahre alter Mann auf den gemeinsamen Sohn eingestochen habe. Als die 42-Jährige versuchte, dazwischen zu gehen, habe sie Verletzungen an den Händen davongetragen. Daraufhin sei sie auf die Straße gelaufen, um Hilfe zu holen.

25.03.2020, 15:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/dpa/Symbolbild

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/dpa/Symbolbild

Diese Aussagen decken sich mit dem Spurenbild, wie der Detmolder Staatsanwalt Christopher Imig erklärte. Der Sohn sei durch einen oder mehrere Messerstiche getötet worden. Im Anschluss daran habe sich der tatverdächtige Vater selbst mit dem Messer das Leben genommen. Anhaltspunkte für das Motiv und die Hintergründe der Tat liegen bislang noch nicht vor. Beide Leichen werden am Donnerstag obduziert.

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