Mutmaßliches Opfer von Polizeigewalt vor Gericht

Das mutmaßliche Opfer eines umstrittenen Polizeieinsatzes in der Düsseldorfer Altstadt hat am Mittwoch selbst wegen einer folgenschweren Attacke auf einen Taxifahrer vor dem Amtsgericht gestanden. Der 15-Jährige soll im November 2019 dem Mann aus einer Gruppe heraus an einem Taxistand unvermittelt ins Gesicht geschlagen und ihm die Nase gebrochen haben. Das Amtsgericht stellte das Verfahren unter Auflagen vorläufig ein: Der 15-Jährige muss unter anderem an einem dreimonatigen Anti-Aggressionstraining teilnehmen und 40 Sozialstunden ableisten.

23.09.2020, 15:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Mitte August war der 15-Jährige von einem Polizisten mit dem Knie am Kopf auf dem Boden fixiert worden, nachdem er die Beamten beleidigt und tätlich angegriffen haben soll. Ein Instagram-Video des Einsatzes hatte für Aufsehen gesorgt und die Politik beschäftigt. Die Ermittlungen gegen den Polizeibeamten seien noch nicht abgeschlossen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

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