Mutmaßlicher Rechtsterror-Unterstützer in U-Haft gestorben

Ein mutmaßlicher Unterstützer einer im Februar aufgeflogenen rechtsterroristischen Vereinigung ist in der Untersuchungshaft gestorben. Der 46-Jährige war am Montag tot in seiner Einzelzelle in der Justizvollzugsanstalt Dortmund gefunden worden, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund sagte. Auch ein Sprecher der Bundesanwaltschaft bestätigte den Todesfall. Es deute den bisherigen Erkenntnissen zufolge alles darauf hin, dass der 46-jährige Mann aus Nordrhein-Westfalen Suizid begangen habe, hieß es aus Ermittlerkreisen. Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat ein in diesen Fällen übliches Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Der SWR und die „Süddeutsche Zeitung“ hatten zuvor berichtet.

16.07.2020, 11:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Bundesanwaltschaft hatte gegen den Mann als mutmaßlichen Unterstützer der „Gruppe S.“ ermittelt. Wie es aus Ermittlerkreisen hieß, soll er der Gruppe finanzielle Unterstützung zugesagt haben. Insgesamt waren Mitte Februar zwölf Verdächtige festgenommen worden. Davon sollen vier Mitglieder sowie acht Unterstützer der mutmaßlichen Terrorzelle gewesen sein. Die Gruppe soll Anschläge auf Politiker, Asylbewerber und Muslime ins Auge gefasst haben, um Chaos auszulösen und so die Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik ins Wanken zu bringen.

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