Münsterstraße in Lünen: Neue Regelungen für den Radverkehr

Fahrradwege

Radfahrerinnen und Radfahrer haben an der Münsterstraße von nun an mehr Möglichkeiten. Unter anderem dürfen sie sich jetzt aussuchen, ob sie die Straße oder den Gehweg benutzen.

Lünen

25.06.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns (r.) und die Vertreter des ADFC zeigen sich zufrieden mit den Änderungen an der Münsterstraße. Es hatte allerdings auch Kritik gegeben.

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns und die Vertreter des ADFC zeigen sich zufrieden mit den Änderungen an der Münsterstraße. © Stadt Lünen

An der Münsterstraße gibt es seit Kurzem eine neue Regelung für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer. Das teilte die Stadt Lünen am Dienstag, 23. Juni, in einer Pressemitteilung mit. Der Rad- und Fußweg ist jetzt zum reinen Gehweg geworden, der aber für Radlerinnen und Radler freigegeben ist. Das heißt: Fußgängerinnen und Fußgänger haben hier Vorrang und wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, muss Rücksicht nehmen. Über Piktogramme auf dem Boden wird das verdeutlicht. Diese Redaktion hatte über den Ärger mancher Radfahrer in diesem Zusammenhang bereits berichtet.

Radfahrer dürfen Straße und Gehweg benutzen

Zugleich ist mit der neuen Beschilderung die sogenannte Radwege-Benutzungspflicht aufgehoben. Das bedeutet, dass Radfahrerinnen und Radfahrer auch auf der Straße fahren dürfen. Sie haben also die Wahl, ob sie die Straße oder den Gehweg benutzen möchten. Außerdem hat die Stadt an allen Einmündungen rote Markierungen angebracht, die die Autofahrerinnen und Autofahrer darauf aufmerksam machen sollen, dass sie mit kreuzendem Fahrradverkehr rechnen müssen.

Gearbeitet wurde an der Münsterstraße auch am Oberflächenbelag des Gehwegs: Weil die Platanen mit ihren Wurzeln die Gehwegplatten hochdrücken, sind einige ausgesuchte Wurzeln behutsam entfernt worden. Danach ist die Oberfläche wiederhergestellt worden. Das soll dem Radverkehr zugutekommen, aber auch Fußgängerinnen und Fußgänger vor den schlimmsten Stolperfallen schützen.

ADFC-Vertreter zufrieden mit Neuerungen

Gemeinsam mit Jürgen Heidenreich und Marc Frieling vom Ortsverband Lünen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) hat sich Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns am Freitag, 19. Juni, im Rahmen einer Befahrung das Ergebnis der Maßnahmen angeschaut. Die ADFC-Vertreter zeigten sich zufrieden mit den Änderungen. „Natürlich gibt es immer noch Dinge, die auf unserer Wunschliste stehen, was die Münsterstraße angeht“, sagte Heidenreich. „Aus unserer Sicht wäre beispielsweise durchgehend Tempo 30, bis zur Einmündung Hüttenallee, ein weiterer wichtiger Schritt.“

Zur Kritik, die nach der Umsetzung der Maßnahmen vereinzelt aufgekommen war, sagte Kleine-Frauns: „Man muss auch sehen, dass wir die - unbedingt notwendigen - Verbesserungen für den Radverkehr im Bestand erzielen müssen. Wir haben hier die Platanenallee, dazu eine relativ enge, dichte Bebauung und auch die Bedeutung der Straße für den Verkehr. Wir können nicht einfach die ganze Münsterstraße neu gestalten, sondern müssen schauen, was mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen und unter den aktuellen Umständen machbar ist.“ Vor diesem Hintergrund seien die Maßnahmen ein richtiger Schritt. Das bestätigten auch Heidenreich und Frieling.

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