Motorradfahrer noch in Lebensgefahr: Offene Fragen nach Unfall in Geisecke

dzSchwerer Unfall

Nach dem Unfall am Wellenbad herrscht offenbar noch Klärungsbedarf. Ein externer Gutachter soll offene Fragen klären. Auch der Gesundheitszustand des 61-Jährigen Dortmunders ist kritisch.

Geisecke

, 21.09.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der offiziellen Mitteilung der Polizei war die Sache klar: Ein Motorradfahrer will das Fahrzeug vor sich überholen – doch in dem Moment biegt der Fahrer ab und es kommt zur Kollision.

So ist es passiert, am Samstagnachmittag in Geisecke an der Straße Zum Wellenbad. Involviert waren ein 38-jähriger Iserlohner in seinem Pkw und der 61-Jährige Motorradfahrer aus Dortmund. In Fahrtrichtung Unnaer Straße kam es zu dem Unfall, als der Iserlohner nach links in die Geisecker Talstraße abbiegen wollte.

Der Dortmunder stürzte zu Boden, sein BMW-Motorrad wurde gegen eine Ampelanlage geschleudert und er musste mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Noch immer schwebt der 61-Jährige in Lebensgefahr, bestätigte Polizeisprecher Christian Stein am Montagvormittag auf Anfrage.

Gutachter soll Unfallhergang rekonstruieren

Zum tatsächlichen Unfallhergang soll es aber wohl noch offene Fragen geben, zu deren Beantwortung ein externer Gutachter hinzugezogen wird. „Ein Sachverständiger sieht sich die beiden Fahrzeuge genau an und untersucht sie. Dann wird im Nachhinein ein sogenanntes Unfallrekonstruktionsgutachten erstellt“, erklärt Stein.

Solche Gutachten werden nach Verkehrsunfällen meist dann erstellt, wenn es darum geht, die Schuldfrage zu klären. Sie werden zum wichtigen Bestandteil weiterer Polizeiermittlungen, so Stein. So hatte zum Beispiel ein Gutachter den tödlichen Unfall mit einem Fußgänger im Herbst auf der Hagener Straße rekonstruiert und dazu sogar eine Puppe auf die Fahrbahn gestellt.

Mithilfe einer Puppe versuchte ein Sachverständiger gemeinsam mit der Polizei im November einen Unfall auf der Hagener Straße zu rekonstruieren.

Mithilfe einer Puppe versuchte ein Sachverständiger gemeinsam mit der Polizei im November einen Unfall auf der Hagener Straße zu rekonstruieren. © Heiko Mühlbauer

Weiter geht es da auch um die Schadensregulierung – wer kommt also für die entstandenen Sach- und Personenschäden auf? All das soll der Sachverständige herausfinden.

„Es fehlt eine Ampel oder ein Spiegel“

Beide Fahrzeuge waren anschließend nicht mehr fahrbereit und mussten durch ein Abschleppunternehmen von der Straße geborgen werden. Es entstand zudem ein Sachschaden in Höhe von 8500 Euro.

Die Einmündung Zum Wellenbad/Geisecker Talstraße gilt zwar nicht als Unfallschwerpunkt, doch vielen Schwertern ist die Ecke zumindest als Gefahrenstelle bekannt. Auf Facebook heißt es beispielsweise zum Artikel: „War nur eine Frage der Zeit, dass da was passiert.“

Es fehle eine weitere Ampel oder zumindest ein Verkehrsspiegel, um die Kurve besser zu überblicken, schreibt eine Userin. Ein anderer Schwerter erwähnt außerdem, dass die Fahrzeuge aus Richtung Wellenbad dort, kurz vor der ebenfalls sehr schmalen Bahnunterführung, meist zu schnell fahren.

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