Bahnhof in Schwerte erhält kurz vor dem Ende noch ein ungeplantes „Upgrade“

dzBahnhof Schwerte

Seit Ende 2016 ist der Bahnhof Schwerte eine Großbaustelle. Alle Bahnsteige wurden umgebaut, damit man ebenerdig in die Züge kommt. Jetzt verspricht die Bahn noch eine weitere Verbesserung.

Schwerte

, 03.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ohne eine einzige Person hinter den gläsernen Türen schwebt die Aufzugskabine zum Gleis 1 hinauf. Im Probebetrieb läuft die Anlage, die eigentlich schon Ende 2019 freigegeben werden sollte.

Dieses Vorhaben hätten Kapazitäts-Engpässe bei der ausführenden Firma verhindert, sagt ein Sprecherin der Deutschen Bahn (Düsseldorf).

Baulich seien die Fahrstühle zu den drei Bahnsteigen fertiggestellt. Derzeit würden letzte Prüfungen und die Abnahme vorgenommen: „Spätestens zum Ende des ersten Quartals sollten sie laufen und nutzbar für unsere Fahrgäste sein.“ Damit sei der Bahnhof Schwerte dann komplett barrierefrei gestaltet.

Tunnel zu den Gleisen erhält jetzt auch noch neue Bodenfliesen

Ein wenig länger gedulden müssen sich Zug-Kunden noch, bis auch die Personenunterführung zu den Gleisen schick gemacht ist. Doch das Warten soll sich lohnen. Denn bei der Modernisierung gibt es ein „Upgrade“, eine zusätzliche Verbesserung. „Ursprünglich war nur eine Intensiv-Reinigung der Bodenoberfläche vorgesehen“, sagt die Bahnsprecherin: „Jetzt werden wir den Bodenbelag komplett austauschen.“

Die Bahnhofs-Modernisierung wird ausgeweitet: Entgegen der ursprünglich Planung erhält der Personentunnel zu den Bahnsteigen auch noch einen neuen Bodenbelag. Die Decke wird lediglich frisch gestrichen.

Die Bahnhofs-Modernisierung wird ausgeweitet: Entgegen der ursprünglich Planung erhält der Personentunnel zu den Bahnsteigen auch noch einen neuen Bodenbelag. Die Decke wird lediglich frisch gestrichen. © Reinhard Schmitz

Zusammen mit den bereits verlegten weißen Wandfliesen und einem neuen Anstrich für die Decke lässt diese Maßnahme die Erinnerung an frühere Schmuddelecken verblassen.

Wie bereits zu erkennen ist, wird auch ein neues Lichtband an den Seitenwänden montiert. Spätestens im zweiten Quartal - so die Bahnsprecherin - solle auch der Personentunnel fertig sein. Sie ist sich sicher: „Dann wird das ein schöner neuer Bahnhof.“

Modernisierung hat 11 Millionen Euro gekostet

Insgesamt 11 Millionen Euro werden investiert sein, um die lange vernachlässigte Station wieder zu einer Visitenkarte für die Stadt zu machen.

Und die Aktion soll noch weitergehen, wie Bahnhofsmanager Jörg Seelmeyer im November bei einer Baustellenbesichtigung ankündigte. Auch das historische Bahnhofsgebäude soll noch aufgehübscht werden. Mit einem neuen Dach und möglichst auch mit einer neuen Nutzung für die ehemaligen Wartesaal-Flächen, die seit dem Auszug der Spielhalle seit Jahren leerstehen.

Die Bahnsteige sind schon schick geworden. Höher als früher, ermöglichen sie nahezu ebenerdigen Einstieg in die Züge.

Die Bahnsteige sind schon schick geworden. Höher als früher, ermöglichen sie nahezu ebenerdigen Einstieg in die Züge. © Reinhard Schmitz

Bereits erkennbar ist das neue Lichtband, das rund um die Kundenhalle montiert wird. Auch der defekte, abgenommene Monitor, der die Abfahrten der nächsten Züge anzeigte, soll einen Nachfolger erhalten. „Die Installation läuft“, sagt die Bahnsprecherin: „Ende Februar geht er in Betrieb.“

Für diese Maßnahme hatte sich Bürgermeister Dimitrios Axourgos stark gemacht. Noch unter seinem Langzeit-Vorgänger Heinrich Böckelühr war die Bahnhofs-Modernisierung im Herbst 2016 gestartet. Ihr Abschluss soll in den Sommermonaten mit einem Fest gefeiert werden.

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