Regen in Sicht: Mindestens fünf Liter pro Quadratmeter

Nach sommerlichen Temperaturen steht Nordrhein-Westfalen spätestens ab Donnerstag wechselhaftes Wetter ins Haus - endlich mit Regen in nennenswerten Mengen. Natur und Landwirtschaft warten schon sehnlichst darauf.

02.06.2020, 14:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit dem Vorgeschmack auf einen Sonnen-Sommer ist es spätestens Donnerstag in Nordrhein-Westfalen erstmal vorbei: Die Experten vom Deutschen Wetterdienst erwarten dann landesweit Regenschauer. „Wer einen Garten hat oder Landwirte werden sich über Regen freuen“, sagte DWD-Meteorologin Ines von Hollen am Dienstag in Essen. Die Temperaturen sinken deutlich auf dann nur noch 15 bis 18 Grad.

Bernhard Rüb von der Landwirtschaftskammer NRW hofft, dass die Vorhersage auch eintrifft. Er ist allerdings pessimistisch, was die Regenmengen angeht. „Die Regendefizite der letzten Monate kann man nicht ausgleichen“, sagte er. Seit Mitte März habe es kontinuierlich zu wenig bis gar nicht geregnet bei gleichzeitig starker Verdunstung. „Es müsste regelmäßig regnen und nicht nur alle drei Wochen.“

Von Hollen rechnet für Donnerstag mit flächendeckend mindestens fünf Litern Regen pro Quadratmeter. In einigen Gebieten könnten es auch zehn oder mehr sein. Schauer soll es auch am Freitag geben, fünf Liter Regen pro Quadratmeter würden dann aber nur noch vereinzelt erreicht. Mit maximal 15 Grad soll es dann sogar noch etwas frischer als am Vortag werden. Am Wochenende bleibt es wechselhaft bei bis zu 16 Grad.

Dienstag war der bislang wärmste Tag des Jahres in Nordrhein-Westfalen. Der DWD registrierte an mehreren Stationen Temperaturen von mehr als 29 Grad. „Die meisten haben neue Höchstwerte erreicht“, sagte DWD-Meteorologin Ines Wiegand am Abend in Essen. So sind nach späteren Angaben beispielsweise in Köln-Stammheim 29,8 Grad gemessen worden. Die zuvor höchste Temperatur in NRW in diesem Jahr war am 22. Mai 2020 in Kleve mit 29,0 Grad gemessen worden.

Der deutliche Wetterumschwung beginnt bereits am Mittwoch, wo es am Rhein aber auch noch einmal bis zu 27 Grad warm werden kann. In der Südosthälfte sind Schauer möglich, vor allem in einem Streifen von der Eifel nach Ostwestfalen. Am Nachmittag gibt es auch häufiger Gewitter. Dabei sind auch Starkregen und Sturmböen möglich. Unwetter mit mehr als 25 Litern Regen pro Quadratmeter sind nicht ausgeschlossen. Im äußersten Nordwesten soll es aber nicht oder kaum regnen.

Die Waldbrandgefahr nimmt entsprechend von Tag zu Tag ab. Am Freitag soll sie landesweit auf die niedrigste Stufe fallen, die Gefahr also nur noch „sehr gering“ sein.

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