Mit Auto auf Polizisten zugefahren: Prozessbeginn

Als ein Polizist in Bonn einen Autofahrer kontrollieren will, soll dieser plötzlich auf ihn losgerast sein. Der Beamte kann nur knapp ausweichen. Der Autofahrer soll mit falschen Kennzeichen und ohne Führerschein unterwegs gewesen sein. Nun beginnt der Prozess.

24.08.2020, 06:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann/dpa/Archivbild

Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann/dpa/Archivbild

Nach einem mutmaßlich gezielten Angriff mit seinem Auto auf einen Polizisten beginnt am heutigen Montag (9.00 Uhr) vor dem Bonner Landgericht der Prozess wegen versuchten Mordes gegen einen Angeklagten. Laut Staatsanwaltschaft war der 24-Jährige, der keinen Führerschein besaß, mit einem Auto mit gestohlenen Kennzeichen in Bonn unterwegs, als Polizisten ihn kontrollieren wollten. Der Wagen war den Beamten an einer roten Ampel unter anderem aufgefallen, weil er unterschiedlich große Felgen besaß.

Als sich einer der Polizisten auf die Straße stellte und den Angeklagten aufforderte in eine Haltebucht zu fahren, soll dieser Gas gegeben haben und auf ihn zugefahren sein. Als der 29-Jährige geistesgegenwärtig auf die Gegenfahrbahn auswich, soll der Angeklagte erneut beschleunigt und auf ihn zugehalten haben. Der Beamte konnte sich in letzter Sekunde durch einen Sprung zur Seite retten.

Laut Anklage wollte der 24-Jährige im vergangenen November der Kontrolle entkommen, damit er nicht wegen geringerer Straftaten - Urkundenfälschung und Fahren ohne Fahrerlaubnis - erwischt wird. Dafür habe er den möglichen Tod des Polizisten in Kauf genommen. Ein Urteil in dem Prozess soll im September fallen.

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