Misshandlung von Säugling: BGH hebt Urteil auf

Das Landgericht Bochum muss den Fall der mutmaßlichen Misshandlung eines Babys aus dem Jahr 2016 neu verhandeln. Der Bundesgerichtshof hob am Donnerstag ein Freispruch-Urteil vom Januar 2019 auf und verwies die Sache zurück an eine andere Kammer des Landgerichts.

30.07.2020, 16:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Archivbild

In dem Verfahren geht es um ein Baby aus Herten, bei dem wenige Wochen nach der Geburt mehrere Knochenbrüche festgestellt worden waren. Angeklagt sind die mittlerweile 26 Jahre alte Mutter unter anderem wegen Misshandlung Schutzbefohlener sowie der gleichaltrige Vater wegen unterlassener Hilfeleistung.

Das Landgericht Bochum hatte es nach Angaben eines Sprechers in seinem Urteil zwar als wahrscheinlich bezeichnet, dass die Mutter die Urheberin der Verletzungen war. Weil es aber andere Personen gab, die in der betreffenden Zeit mit dem Säugling alleine waren, habe es die Tat nicht zweifelsfrei der Frau zurechnen können. Daher seien beide freigesprochen worden.

Nähere Einzelheiten teilte der BGH zunächst nicht mit. Das Kind hatte laut Urteil vom Januar 2019 keine bleibenden Schäden erlitten.

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