Missbrauchsverdacht im Remscheid: Spürhund wird fündig

Im Remscheider Missbrauchsfall ist Datenspürhund „Odin“ fündig geworden. Ein 32-jähriger Remscheider steht im Verdacht, einen inzwischen 13-jährigen Jungen mehrfach sexuell schwer missbraucht zu haben. Am Donnerstag war der Mann festgenommen und seine Wohnung durchsucht worden.

29.06.2020, 15:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Am Sonntag seien die Ermittler erneut mit einem Durchsuchungsbeschluss und der speziell ausgebildeten Spürnase vorstellig geworden, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag. Mit Erfolg: „Odin“ habe noch mehrere USB-Sticks erschnüffelt, die bei der ersten Durchsuchung von den Ermittlern nicht entdeckt worden waren.

Die Datenträger seien nicht aufwendig versteckt gewesen, sondern unauffällig in einer großen Schublade mit viel Kleinkram verborgen gewesen. Ob sich auch auf ihnen Beweismaterial befindet, war zunächst noch unklar.

Der 32-Jährige soll das Kind eines befreundeten Ehepaares missbraucht haben. Die Eltern waren aus allen Wolken gefallen, als sie von dem Verdacht erfuhren. Der Beschuldigte sitzt seit Freitag in Untersuchungshaft. Bei seiner Vernehmung durch die Polizei hatte er den Missbrauch bestritten.

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